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Analysen - DAX 100
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29.03.2007
Aareal Bank kaufen
Aktienservice Research
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Bad Nauheim (aktiencheck.de AG) - Die Analysten von "Aktienservice Research" empfehlen derzeit die Aktien der Aareal Bank (ISIN DE0005408116/ WKN 540811) zum Kauf.
Die Immobilienbank wolle Ergebnisse und Profitabilität künftig weiter steigern. Ziel sei eine Eigenkapitalrendite vor Sondereffekten und nach Steuern von rund 13 Prozent im Jahr 2009. Im vergangenen Jahr seien bei dieser Kennzahl 10,1 Prozent herausgesprungen. Zur Verbesserung beitragen sollten beide Kernbereiche. In der Sparte Strukturierte Immobilienfinanzierung solle der Anteil der Kosten an den Erträgen von 54 Prozent (2006) auf 35 bis 40 Prozent sinken. Gleichzeitig wolle die Bank im Beratungs- und Servicegeschäft für die Wohnungswirtschaft das Vorsteuerergebnis (EBT) von zuletzt 21 auf 50 bis 60 Millionen Euro erhöhen.
Die geplanten Steigerungen sollten sich bereits im laufenden Geschäftsjahr bemerkbar machen. Der Vorstand habe deutliche Zuwächse angekündigt. Das 2006 erreichte EBT von 160 Millionen Euro solle um mindestens 62,5 Prozent auf 260 bis 270 Millionen Euro klettern. Beim Neugeschäftsvolumen wolle die Bank den Rekordwert aus dem Vorjahr von 9,9 Milliarden Euro übertreffen. Konkretes Ziel seien 10 bis 11 Milliarden Euro. Darüber hinaus dürfte die Eigenkapitalrendite bereits 2007 bei mehr als 13 Prozent liegen. Allerdings seien hier starke Einmaleffekte unter anderem aus dem im Dezember angekündigten Verkauf der Interhotel-Gruppe an Blackstone enthalten. Der durch die Veräußerung erwartete höhere zweistellige Millionenbetrag solle 2007 vollständig verbucht werden. Bereinigt um diese positiven Sondereffekte solle die Eigenkapitalrendite bei neun bis zehn Prozent liegen.
Bei ihrer Strategie setze die Aareal Bank vor allem auf organisches Wachstum. Aber auch Zukäufe habe der Vorstand nicht ausgeschlossen. Sollten sich Gelegenheiten bieten, wolle die Bank zuschlagen. Bei Vorlage der Bilanz 2006 habe das Management zudem bekräftigt, sich künftig auf die Geschäftsfelder Immobilienfinanzierungen und Dienstleistungen für die Wohnungswirtschaft konzentrieren zu wollen. Die Dienstleistungssparte solle stabile Erträge erwirtschaften und die Aareal Bank weniger abhängig vom zyklischen Immobilienmarkt machen, habe es geheißen. Randaktivitäten wie die Beteiligung an ImmobilenScout24 wolle die Aareal Bank dagegen abstoßen. Den Angaben zufolge suche die Bank hier nach Möglichkeiten für einen Ausstieg. Der Vorstand habe jedoch betont, dass man keinen Druck habe. Die Aareal Bank halte 30,5 Prozent an dem Immobilienportal.
Mit Blick auf die geplante internationale Expansion habe die Aareal Bank auf die Regionen Asien und USA verwiesen. Hier solle das Engagement bei der Immobilienfinanzierung weiter ausgebaut werden. In Asien wolle die Bank dabei in den aufstrebenden Märkten Fuß fassen. Im Zusammenhang mit den USA habe der Vorstand betont, nicht in den Bereich privater Häuserfinanzierungen einsteigen zu wollen. Das sei ein Markt, in dem die Aareal Bank laut Vorstand nie aktiv werden werde. Von der Krise auf dem US-Wohnimmobilienmarkt sei die Aareal Bank daher nicht betroffen. Für den bisherigen Kernmarkt Europa habe die Aareal Bank zudem angekündigt, ihre bestehende Kundenbasis besser nutzen zu wollen.
Zahlen, Strategie und Ausblick seien bei den Investoren angekommen. Angesichts der guten fundamentalen Verfassung und einer moderaten Bewertung (Kurs-Gewinn-Verhältnis: 2008e etwa zwölf) könnten daher langfristige Käufe in Erwägung gezogen werden. Außerdem dürfte es mit weiter steigenden Ergebnissen auch eine höhere Dividende geben. Für 2006 sollten bereits 0,50 Euro je Aktie gezahlt werden, nachdem zuvor wegen mehrerer Verlustjahre eine Ausschüttung ausgefallen sei.
Charttechnisch betrachtet habe die Aktie im April 2006 bei 41,41 Euro ihr bisheriges Allzeithoch markiert. Einer anschließenden kräftigen Korrektur sei eine von Pausen unterbrochene Aufwärtsbewegung gefolgt. Im Februar 2007 sei dann das Allzeithoch in greifbare Nähe gerückt, sei jedoch nicht erreicht worden. Im Zuge der allgemeinen Konsolidierung an den Aktienmärkten habe auch das Papier der Aareal Bank nachgegeben. Der seit 2003 gebildete Aufwärtstrend sei dabei verteidigt worden, und nun könnte ein neuer Versuch unternommen werden, den bisherigen Rekordwert zu übertreffen.
Vor diesem Hintergrund lautet das Rating der Analysten von "Aktienservice Research" für die Aktien der Aareal Bank auf "kaufen". Der Stoppkurs sollte bei 32,50 Euro platziert werden. (Aktien Ausgabe 408 vom 28.03.07) (29.03.2007/ac/a/d)
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