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Analysen - Ausland
28.03.2007
Swatch Group kaufen
Aktienservice Research

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Bad Nauheim (aktiencheck.de AG) - Die Analysten von "Aktienservice Research" empfehlen derzeit die Aktien der Swatch Group (ISIN CH0012255151/ WKN 865126) zum Kauf.

Der Schweizer Uhrenhersteller Swatch habe im Geschäftsjahr 2006 den Umsatz um 12,3 Prozent auf 4,82 Milliarden Schweizer Franken (CHF) gesteigert. Operativ habe das Unternehmen 973 Millionen CHF verdient - ein Plus von 32,4 Prozent. Die Marge habe sich von 17,1 auf 20,2 Prozent verbessert. Und auch der um 33,7 Prozent auf 830 Millionen CHF gestiegene Nachsteuergewinn habe überzeugt.

Wachstumsmotor Nummer eins sei einmal mehr der Kernbereich Uhren & Schmuck mit einem Umsatzzuwachs von 13,8 Prozent gewesen. Dazu beigetragen hätten alle Marken in sämtlichen Preiskategorien. Glänzend sei es nicht nur im Kerngeschäft gelaufen. Swatch habe seine Aktionäre auch mit guten Ergebnissen in der Sparte Produktion überrascht. Hier würden die Schweizer Uhrenteile für Konkurrenten herstellen. Deutliche Verbesserungen habe es auch in der dritten Sparte gegeben, den elektronischen Komponenten, die in der Uhrenherstellung und anderen Industrien eingesetzt würden.

An die positive Entwicklung in allen Konzernbereichen wolle Swatch im laufenden Jahr anknüpfen. Der Vorstand habe bereits von einem exzellenten Start ins neue Geschäftsjahr gesprochen. Dabei spiele dem Uhrmacher auch der starke Euro in die Hände, der die Nachteile des relativ schwachen US-Dollars mehr als aufwiege, habe es geheißen. Zudem sollten 2007 die im vergangenen Jahr umgesetzten Preiserhöhungen richtig greifen.

Daneben hoffe das Unternehmen auf eine gelungene Uhren- und Schmuckmesse in Basel im April. Nach dieser solle es dann konkrete Prognosen für die Entwicklung 2007 geben. Firmenchef Nick Hayek gehe aber bereits jetzt von einem sehr viel versprechenden Jahr aus und habe weitere Umsatzsteigerungen und eine damit verbundene höhere Profitabilität angekündigt.

Von anhaltenden Zuwächsen bei den Ergebnissen dürften auch die Aktionäre weiter profitieren. Für 2006 solle die Dividende von 2,50 auf 3,50 CHF je Aktie erhöht werden. Daneben sei ein neues Aktienrückkaufsprogramm geplant. Nachdem das alte im Umfang von 300 Millionen CHF abgeschlossen worden sei, wolle Swatch nun 400 Millionen CHF für eigene Papiere ausgeben. Den genauen Zeitpunkt wolle das Unternehmen noch mitteilen.

Für ein Investment spreche aber vor allem die Erwartung weiter steigender Aktienkurse. Das Papier befinde sich seit Jahren im Aufwärtstrend. Zuletzt seien die Zahlen 2006 mit einem neuen Allzeithoch honoriert worden. Für anhaltenden Optimismus sorge die wachsende Nachfrage nach Luxusuhren. In diesem Segment, das vom steigenden Wohlstand in Wachstumsregionen wie Asien oder Osteuropa profitiere, habe sich der Konzern ehrgeizige Ziele gesteckt.

Swatch wolle hier mit seiner Marke OMEGA den Wettbewerber Rolex übertrumpfen. OMEGA sei in den Schwellenländern bereits bestens positioniert. In China, dem am schnellsten wachsenden Markt für Luxusgüter, liege der Marktanteil bei etwa 20 Prozent. Der Wettbewerber komme auf rund vier Prozent. Ehrgeizig seien auch die Ziele für den gesamten Konzern: Der Vorstand habe von einem Umsatzpotenzial von 8 bis 10 Milliarden CHF in den nächsten Jahren gesprochen.

Insgesamt betrachtet würden die Uhren bei Swatch richtig ticken, und das Unternehmen biete ein fundamental rundes Bild. Anzumerken sei dabei neben glänzenden Ergebnissen und einem viel versprechenden Ausblick auch die geringe Verschuldung. Angesichts der erwarteten Wachstumsraten gehe zudem die Bewertung mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (2008e) von etwa 17 in Ordnung. Langfristig orientierte Investoren könnten daher Käufe in Erwägung ziehen.

Vor diesem Hintergrund lautet das Rating der Analysten von "Aktienservice Research" für die Aktien von Swatch auf "kaufen". Der Stoppkurs sollte bei 174,00 Euro platziert werden. (Global Markets Ausgabe 333 vom 27.03.07) (28.03.2007/ac/a/a)



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