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Analysen - Nebenwerte
26.02.2007
BAVARIA Industriekapital kaufen
Geldanlage-Report

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Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Für die Experten vom "Geldanlage-Report" bleibt die BAVARIA Industriekapital (ISIN DE0002605557/ WKN 260555) weiter ein Kauf.

Die BAVARIA Industriekapital sei eine industrielle Holding, die Beteiligungen an Unternehmen mit starker Marktstellung erwerbe, vor allem aus den Bereichen Anlagenbau und Automobilzulieferung.

Der Konzernumsatz habe von 83,3 Mio. auf 207,5 Mio. Euro, das EBITDA von 9,4 Mio. auf 30,4 Mio. Euro gesteigert werden können.

Sei 2005 im gesamten Jahr 3,96 Euro pro Aktie verdient worden, seien es jetzt nach 9 Monaten bereits 8,13 Euro. Der Gewinn habe 17,9 Mio. Euro betragen. Hierin seien allerdings Einmaleffekte auf der Ertragsseite von 8 Mio. Euro durch Kapitalkonsolidierungen, und auf der Aufwandsseite von rund 1 Million Euro durch den Börsengang enthalten. Bereinige man den Gewinn um diese Posten, so würden aussagekräftigere 11 Mio. Euro Gewinn oder 5 Euro pro Aktie übrig bleiben.

Rechne man konservativ mit einem eher durchschnittlichen vierten Quartal, so könne von einem Jahresergebnis von etwa 9,30 Euro ausgegangen werden. Nebenbei würden 20 Euro Nettofinanzmittel pro Anteilsschein in der Kasse der Gesellschaft schlummern, Tendenz wachsend.

Es sei aber im traditionell stärkeren 4. Quartal mit einem deutlich höheren Ergebnis zu rechnen, denn mit dem im Juni erfolgten Zukauf der Kienle+Spiess GmbH sei die BAVARIA Industriekapital in eine andere Liga aufgestiegen. Kienle+Spiess seien Marktführer bei der Herstellung von Stanz- und Druckgussteilen für Hersteller von Windkraftanlagen, Werkzeugmaschinen, Haushaltsgeräten und bei Automobilzulieferern. Im abgelaufenen Quartal sei diese Beteiligung erstmals voll konsolidiert worden.

Schon bei der Übernahme im Juni habe BAVARIA Vorstand Reimar Scholz gesagt: "Dank der erfolgreich gestarteten Qualitätsoffensive auf Basis des Toyota Manufacturing Systems und des gesunden Umsatzwachstums sehen wir großes Potenzial für das Unternehmen."

Dieses Potenzial werde der Gesellschaft zu 500 Mio. Euro Umsatz verhelfen. Wachse die Marge mit, sollte auch der Kurs noch einmal für eine Verdopplung gut sein. Trotz dieser großen Beteiligung sei BAVARIA mit seinen neun Beteiligungen breit diversifiziert, denn dazu zähle neben der Nummer 1 unter den Küchen-Direkt-Vertreibern ein IT-Spezialist, ein Verpackungsmaschinenhersteller, zwei Automobilzulieferer und vier Anlagenbauer.

Zuletzt sei die Aktie ungerechtfertigter Weise unter Druck gekommen, weil die Anleger die geplante Übernahme der TK Aluminium mit starken Verkäufen quittiert hätten.

Zu Unrecht: Die BAVARIA-Aktie bleibt aufgrund ihrer niedrigen Bewertung mit Kursziel 75 Euro für die Experten vom "Geldanlage-Report" weiter ein Kauf.
(26.02.2007/ac/a/nw)



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