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Analysen - Ausland
23.02.2007
Verbund kaufen
Erste Bank

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Wien (aktiencheck.de AG) - Christoph Schultes, Analyst der Erste Bank, empfiehlt die Verbund-Aktie (ISIN AT0000746409/ WKN 877738) weiterhin zum Kauf.

Die Zahlen für das Jahr 2006, die das Unternehmen diese Woche präsentiert habe, hätten eindeutig unter den Analystenerwartungen gelegen. Die Gründe dafür seien ein 4. Quartal mit wenig Niederschlag und ein warmer Winter gewesen, der zu einem Rückgang der Strompreise geführt habe. Der Wasserführungskoeffizient habe am Ende des Jahres nur bei 0,96 gelegen, das heiße 4% weniger Niederschlag als im langjährigen Durchschnitt. Zudem habe das Unternehmen negative Einmaleffekte (Rückstellungen für Krankenversicherungen und Umstellung der at-equity konsolidierten KELAG auf IFRS Bilanzierung) ausgewiesen.

Auch wenn die Zahlen nicht den Analystenerwartungen entsprochen hätten, verglichen mit dem Vorjahr hätten doch eindeutige Steigerungen festgestellt werden können. Der Umsatz habe mit EUR 2.878 Mio. um fast 35% über dem des Vorjahres gelegen (es sei eine Entkonsolidierung des Bereichs Ökostrom erfolgt). Das operative Ergebnis sei um 53% auf EUR 807 Mio. gestiegen, das Nettoergebnis um fast 55% auf EUR 501 Mio. Auf diesen Zahlen aufbauend habe das Management mitgeteilt, die Dividende von EUR 0,50 auf EUR 0,75 pro Aktie anheben zu wollen.

Die schwächer als erwarteten Zahlen und die leicht gesunkenen Strompreise hätten einige Investmenthäuser veranlasst, ihre Empfehlungen für die Aktie zurückzunehmen, was wiederum einen Kursrückgang ausgelöst habe. Die Analysten der Erste Bank könnten diese pessimistischen Meinungen nicht teilen. Auch wenn die Strompreise aufgrund des warmen Winters kurzfristig zurückgegangen seien, so glaube man doch, dass viele Gründe für zukünftig wieder steigende Strompreise sprechen würden.

Die fortlaufende Konsolidierung des Energiesektors, die Bemühungen der EU um eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes (die zu einer Verteuerung der CO2-Zertifikate führen sollten) und die hohen Einstandskosten zum Bau von neuen Kraftwerken würden einen Strompreis von unter EUR 50/MWh langfristig als äußerst unrealistisch erscheinen lassen. Die Schätzungen der Analysten würden sich momentan in Überarbeitung befinden, eine geringe Anpassung des Kurszieles werde es auch von ihrer Seite geben.

Abschließend kann jedoch gesagt werden, dass die Analysten der Erste Bank die Kaufempfehlung für die Verbund-Aktie jedenfalls beibehalten werden. Der gesunkene Aktienkurs sei in ihren Augen eine ideale Gelegenheit zum (Zu-)Kauf. (23.02.2007/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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