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Analysen - Ausland
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10.09.2001
Société Générale Downgrade
Nord LB
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Die Aktie der Société Générale S.A. (WKN 873403) wird vom Aktienexperten Michael Seufert von der Norddeutschen Landesbank von "akkumulieren" auf "halten" herabgestuft.
Die SG habe für das zweite Quartal einen Rückgang des Gewinns um 15% auf 641 Mio. Euro gemeldet und damit im Rahmen der Markterwartungen gelegen. Das Betriebsergebnis sei um 21% auf 691 Mio. Euro zurückgefallen. Die EK-Rendite habe sich auf nur noch 18,4% nach zuvor 24,1% im zweiten Quartal 2000 belaufen. Die Kostenquote zeige eine ansteigende Tendenz. Während sie für das Gesamtjahr 2000 bei 70% gelegen habe, ergebe sich für das erste Halbjahr 2001 eine Quote von 72% und für das zweite Quartal 2001 von 74 Prozent.
Die Stärke des Privatkundengeschäfts habe die Rückgänge in der Vermögens-Verwaltung und speziell bei den Firmenkunden und im Investmentbanking etwas abzufedern vermocht. So habe die SG einen Gewinn von 297 Mio. Euro im zweiten Quartal im Segment Privatkunden erzielt. Während das Geschäft mit Privatkunden in Frankreich und außerhalb Frankreichs stagniert habe, habe der Bereich Spezialfinanzierungen durch die Neukonsolidierung der von der Deutschen Bank übernommenen Tochtergesellschaften GEFA und ALD seinen Gewinn verdoppelt. Die EK-Rendite im Privatkundensegment sei gegenüber dem Vorjahresquartal von 20,3% auf 18,8% gefallen und die Kostenquote sei von 68,8% auf 69,4% gewachsen.
Im Konzernbereich Asset Management habe die SG nur ein kleines Minus verzeichnet. Der Gewinn sei um 3% auf 65 Mio. Euro gesunken. Das Geschäftssegment Firmenkunden und Investment Banking habe insbesondere unter der Börsenschwäche und unter dem Einbruch der Transaktionen im Investment-Banking gelitten. So verwundere der Ergebnisrückgang um 36% auf 135 Mio. Euro im Vergleich zum zweiten Quartal 2000 nur wenig.
Die SG habe ihre mittelfristigen Finanzziele bis 2002 genannt. Die angestrebte EK-Rendite solle 19% betragen. Mittels einer jährlichen Steigerung der Nettoerlöse um 12% und einer strikten Kostenkontrolle möchte die SG ihr Betriebsergebnis bis 2002 um 19% per anno verbessern. Für das Jahr 2002 plane man einen Gewinn von 2,7 Mrd. Euro.
Die Nord LB rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit einem Umsatz in Höhe von 13,7 Milliarden Euro sowie einem Jahresüberschuss (JÜ) von 2,4 Milliarden Euro, was einem Gewinn von 5,62 Euro je Aktie entspreche. In 2002 solle der Umsatz auf 14,8 Milliarden Euro ansteigen. Beim JÜ erwarte das Researchteam 2,7 Milliarden Euro.
Die Gewinn der SG habe sich im zweiten Quartal rückläufig eingestellt. Die Abhängigkeit von den Kapitalmärkten habe man durch das Privatkundengeschäft nicht ausgleichen können. Angesichts des eingetrübten Umfelds und der geringeren Ertragsaussichten reduziere das Researchteam seine Empfehlung von "akkumulieren" auf "halten".
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