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Analysen - Ausland
26.09.2001
Charles Schwab "neutral"
Morgan Stanley Dean Witter

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Die Aktienanalysten von Morgan Stanley Dean Witter bewerten das Wertpapier des Securities Brokers Charles Schwab (WKN 874171) mit "neutral".

Das Unternehmen beschäftige sich mit Securities Brokerage und verwandten Finanzdienstleistungen. Geschätzte 30% des Unternehmenskapitals sei in Onlinekonten gebunden. Im August habe Schwab angekündigt, dass das Unternehmen seine Belegschaft um weitere 9-11% reduzieren werde. Bis zum Juli 2001 hätte man bereits 22300 Angestellte freigesetzt und werde nun voraussichtlich 2000-3000 weitere Mitarbeiter entlassen. Außerdem werde man existierende Kapazitäten und Hardware abstoßen. Einer Analyse der Experten von Morgan Stanley Dean Witter zur Folge könnten die gesamten Kostenreduktionen und Restrukturierungsmaßnahmen 0,17 US-Dollar zum EPS des Geschäftsjahres 2002 beitragen, das bei 0,43 US-Dollar erwartet würde.

Dies sei ein Plus von 0,17 US-Dollar gegenüber dem laufenden Finanzjahr, in dem das EPS voraussichtlich bei 0,26 US-Dollar liegen würde. Der Kern der neuen Unternehmensstrategie sei die Bildung von Vermögenswerten, die man im Gegensatz zum Trading nun für den Schlüssel zum langfristigen Antriebsmotor des Shareholder Value halten würde. Das Management hätte hart daran gearbeitet, das Unternehmen als Vermögensbilder zu etablieren und sich vom Image des Transaktionsspezialisten weg zu bewegen. Dies sei unter anderem dadurch erreicht worden, dass Schwab seinen Angestellten seiner Filialen Prämien für den Gewinn von Neukunden zahlen würde.

Das Unternehmen verfüge über mehrere Distributionskanäle, wobei der Kundenkreis der Do-it-yourself Investoren sicher vor allem über Telefon und Internet angesprochen würde, gleichzeitig aber die Filialenstruktur Schwab von reinen Onlinefirmen abhebe.

Besorgt seien die Analysten über die Entwicklung des Unternehmensvermögens. Im August 2001 hätte Schwab Kundenvermögen in Höhe von 821 Mrd. US-Dollar verwaltet. Ein Jahr zuvor seien es noch 1003,3 Mrd. gewesen, 18,2% mehr. Auch die Margin Debts seien im Sinken begriffen und das Vertrauen der Investoren in die Vermögensverwaltung via Internet hätte zugunsten von Full Service Finanzdienstleistern nachgelassen. Die Analysten würden davon ausgehen, dass sich die Gewinnschere zwischen Retail Brokern wie Schwab und institutionellen Brokern in den kommenden Quartalen noch weiter zu Gunsten der letzteren öffnen könnte. Darauf würden auch die stetige Abwärtsbewegung der Margin Debts, einem wichtigen Gewinnmotor der Retail Broker und die sinkende Anzahl von neuen Kundenkonten hinweisen.

Vor diesem Hintergrund würden die Analysten von Morgan Stanley Dean Witter derzeit die Schwab-Aktie mit "neutral" bewerten.



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