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Analysen - Ausland
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26.09.2001
Shell Transport&Trading "outperform"
Morgan Stanley Dean Witter
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Die Aktienanalysten von Morgan Stanley Dean Witter geben der Aktie des britischen Ölkonzerns Shell (WKN 852278) das Rating "outperform".
Der Konzern aus Royal Dutch und Shell operiere in weltweit über 130 Ländern bei Erschließung, Förderung, Raffinerie und Vertrieb von Öl, Gas und Chemikalien, sowie auf den Gebieten Stromerzeugung und erneuerbare Energien. Die Allianz zwischen der Shell Gruppe (40%) und Royal Dutch (60%) bestehe seit 1907.
Die Aussichten für die Entwicklung der Rohölpreise seien in den Geschäftsjahren 2001 und 2002 weiterhin positiv, obwohl die Analysten in den kommenden Quartalen Preisrückgänge erwarten würden. Die Ölförderung würde nach Ansicht der Analysten sowohl in den OPEC-Staaten als auch außerhalb steigen, wenn auch die Gewinne aus der Förderung in Gebieten außerhalb der OPEC erstaunlich gering ausfallen könnten. Die durchschnittliche Lagerdauer für Rohöl könnte auf 76 Tage ansteigen, würde aber damit immer noch in der historischen Spanne von 70 - 83 Tagen liegen. Eine Stützung der Preise könnte durch Lieferengpässe bei raffinierten Produkten und mangelnden Tankerkapazitäten resultieren. Dies seien schon im Geschäftsjahr 2000 positive Faktoren gewesen.
Unter den Ölkonzernen der Welt gehöre Royal Dutch/Shell zu den sogenannten Super Majors, die zusammen den Markt dominieren würden. Diese Marktdominanz würde nach Ansicht der Analysten auch in vorhersehbarer Zukunft anhalten, was die Wertpapiere dieser Konzerne zu einer sehr sicheren Investition würde.
Shell verfüge über hohe Margen auf dem Gebiet der Raffinerie, die sich durch Schließung technisch veralteter Betriebe in den nächsten Jahren noch vergrößern könnten, da das Angebot für raffinierte Ölprodukte dadurch sinken würde.
Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2001 werde Shell Kostenreduktionen in einer Gesamthöhe von 5 Mrd. US-Dollar realisieren. Die starke Bilanz des Unternehmens und der hieraus generierte Cash Flow würden Aktienrückkäufe zu Gunsten der Investoren in Höhe von 0,5 - 3% des gesamten Aktienkapitals im laufenden Finanzjahr ermöglichen.
Das EPS werde im Finanzjahr 2001 bei 3,03 US-Dollar erwartet und könnte im Geschäftsjahr 2002 2,72 US-Dollar betragen. Problematisch sei die Tatsache, dass das Management seine eigene Wachstumsprognose von 5% jährlich bis zum Jahr 2005 auf 3% revidiert hätte, was zu einer negativen Erwartungshaltung der Börse geführt hätte.
Dennoch sind die Analysten von Morgan Stanley Dean Witter vom Potential der Aktie überzeugt und geben ihr daher das Rating "outperform".
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