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Analysen - Ausland
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01.02.2007
Sony Halteposition
Frankfurter Tagesdienst
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Detmold (aktiencheck.de AG) - Für die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" ist die Aktie von Sony (ISIN JP3435000009/ WKN 853687) eine Halteposition.
Das Unternehmen präsentiere sich mit den Zahlen vordergründig besser, als die Lage tatsächlich sei. Der Umsatz habe in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres um 9,7% auf 6,206 Billionen Yen zugelegt. Ertragsmäßig profitiere Sony vom schwachen Yen. Alleine im 3. Quartal hätten Wechselkursgewinne in Höhe von 40 Mrd. Yen zum operativen Ertrag von 179 Mrd. Yen beigetragen. Zum anderen seien die Restrukturierungskosten geringer ausgefallen als geplant, aber das resultiere nur aus einer Verschiebung, sei also lediglich ein vorübergehender Effekt.
Last, but not least habe die Handytochter Sony Ericsson einen von 10 auf 34 Mrd. Yen gestiegenen Beteiligungsgewinn beisteuern können. Das alles habe ausgereicht, damit Sony nun für das gesamte Geschäftsjahr die Prognose für den operativen Gewinn von 50 auf 60 Mrd. Yen habe erhöhen können, während der Überschuss nun anstatt 80 Mrd. Yen 110 Mrd. Yen betragen solle.
Ansonsten habe Sony nach wie vor mit der neuen Videospielkonsole "Playstation 3" zu kämpfen. Die hohen Anlaufkosten hätten aus dem operativen Vorjahrsgewinn von 68 Mrd. Yen einen Verlust von 54 Mrd. Yen werden lassen. Zwar halte man unverändert an dem Ziel fest, bis März 6 Mio. "PS3" auszuliefern, aber bisher hätten die Ziele nicht erreicht werden können. Bis Ende 2006 seien statt der geplanten 2 Mio. lediglich 1,84 Mio. Geräte verkauft worden. In anderen Geschäftsbereichen, wie Flachbildfernseher und Videokameras, sehe sich Sony zwar zunehmend aggressiver Konkurrenz von Sharp und Samsung ausgesetzt, aber bisher habe man sich erfolgreich dagegen wehren können, u.a. mit der hochpreisigen Marke "Bravia".
Die Zahlen würden teilweise durch Sondereffekte geschönt wirken. Die PS3 werde vorerst ein Problemfall bleiben. Auch hätten die bisher solidesten Ertrags-Standbeine, wie beispielsweise die Finanzsparte (z.B. Lebensversicherer Sony Life) zuletzt Gewinnrückgänge verschmerzen müssen. Die umsatzmäßig drittgrößte Sparte, das Filmgeschäft, habe durch Kassenschlager wie "Casino Royale" oder "Da Vinci Code" im 3. Quartal zwar schwarze Zahlen schreiben können, werde per saldo aber wahrscheinlich defizitär bleiben.
Auch wenn sich die Aktie von Sony seit Dezember deutlich erholen konnte, bleiben Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" zurückhaltend. Sony sei bestenfalls eine Halteposition. Das Stop-loss-Limit sollte bei 32,80 EUR platziert werden. (01.02.2007/ac/a/a)
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