|
Analysen - Ausland
|
10.09.2001
Gillette kaufen
Kreissparkasse Göppingen
|
www.optionsscheinecheck.de
|
Die Analysten der Kreissparkasse Göppingen empfehlen die Aktie von Gillette (WKN 853194) für das Trading-Depot zum Kauf.
Gillette sei einer der weltweit führenden Konsumgüterhersteller und könne auf eine hundertjährige Firmengeschichte zurückblicken. In 20 Ländern werden Produkte in den Sparten Rasierer ("Braun"), Klingen ("Sensor", "Mach 3", "Venus"), Batterien ("Duracell"), Zahnpflege ("Oral-B") und Toilettenartikel ("Right Guard") hergestellt, berichten die Analysten der Kreissparkasse Göppingen. Verkauft worden seien die Bereiche Schreibwaren und Haarpflege. Das Unternehmen vertreibe die Produkte weltweit.
Im Jahr 2000 sei der Umsatz um 6,1 Prozent sowie der Nettogewinn um fast 69 Prozent auf 392 Millionen US-Dollar gestiegen. Im zweiten Quartal 2001 sei der Gewinn im Vorjahresvergleich um 22 Prozent auf 232 Millionen US-Dollar gesunken. Der Umsatz sei um 5 Prozent auf 2,12 Milliarden US-Dollar gefallen. Hauptverantwortlich dafür sei die schwache Entwicklung der Batteriesparte, eine geringere Lagerhaltung und Wechselkurseinflüsse.
Das frühere Management sei durch eine Reihe von Fehlern für stagnierende Umsätze in den letzten vier Jahren, zu hohe Investitionen und jährlich gestiegene Verwaltungskosten verantwortlich. Daher habe James M. Kilts im März diesen Jahres die Führung im Unternehmen übernommen. Im Rahmen der "Strategic Sourcing Initiative" sei die gesamte Kostenseite genau analysiert worden und selbst langjährige Verbindungen seien in Frage gestellt worden. Bei Kilts gelte ausschließlich Effizienz. Mit der Entlassung von 3.300 Mitarbeitern, einer geringeren Lagerhaltung und der Verschlankung der Produktpalette um 75 Prozent sollten in den nächsten drei Jahren 250 Millionen US-Dollar gespart werden. Damit solle vor allem das Marketing für die bestverkauften Produktlinien gestärkt werden. Zu diesen Linien gehöre "Venus", ein neuer Damenrasierer, der innerhalb von drei Monaten in USA einen Marktanteil von 35 Prozent habe erobern können.
Nach einem Treffen von Kilts mit Analysten und Investoren habe die Aktie am 15. August 2001 um 5,7 Prozent zugelegt. Dies sei ein Zeichen für das zurückgekehrte Vertrauen in das neue Management und dessen konsequente und sinnvolle Strategie. Auf der Währungsseite sollen keine außergewöhnlichen Belastungen für Umsatz und Gewinn auftreten und das Bemühen um den Turnaround unterstützen.
Den Abwärtstrend seit März 1999 habe das Unternehmen verlassen können und eröffne weiteres Potenzial. Um die alten Höchstkurse zu erreichen, sei allerdings eine Kursverdoppelung notwendig, so die Analysten der Kreissparkasse Göppingen, die die Aktie von Gillette zum Kauf empfehlen.
|