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News - Nebenwerte
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18.01.2007
Klöckner-Werke vorläufiges Ergebnis für Geschäftsjahr 2006
Ad hoc
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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Klöckner-Werke AG (ISIN DE00067800000/ WKN 678000) (Klöckner) gibt bekannt, das das Konzern-EBITDA gegenüber dem Vorjahr um mehr als die Hälfte auf 37 Mio. EUR steigen wird. Dabei ist das EBITDA bei KHS um gut 20% auf 33 Mio. EUR und bei den Sonstigen Industriebeteiligungen von 1 Mio. EUR auf 6 Mio. EUR gewachsen. Die entsprechenden EBIT-Werte betragen voraussichtlich 21 Mio. EUR im Konzern - das sind bei der KHS 20 Mio. EUR (+40%) und bei den Sonstigen Industriebeteiligungen 3 Mio. EUR.
Der Klöckner-Konzern wird für das Geschäftsjahr 2006 einen Umsatzanstieg um 7% auf ca. 875 Mio. EUR verzeichnen können. Im Bereich der Abfüll- und Verpackungstechnik (KHS) beträgt der Anstieg 6% und bei den Sonstigen Industriebeteiligungen 11%.
Hervorzuheben sind auch die äußerst positiven Auftragseingänge im abgelaufenen Jahr. Bei der KHS beträgt der Auftragseingang rd. 880 Mio. EUR und ist gegenüber dem Vorjahr um 20% gestiegen, wobei sich insbesondere in der sehr starken zweiten Jahreshälfte das Preisniveau wieder normalisiert hat. Bei den Sonstigen Industriebeteiligungen ist der Auftragseingang um 21% auf 120 Mio. EUR gewachsen.
Der gesamte Konzern geht mit einer sehr guten Auftragslage in das neue Jahr. Für das Geschäftsjahr 2007 erwarten wir einen Umsatz von ca. 940 Mio. EUR (+7%), ein EBITDA von 60 Mio. EUR und ein EBIT von 38 Mio. EUR. Mittelfristig gelten unverändert die Planungsdaten, die am 13. November 2006 veröffentlicht wurden.
Der Jahresabschluss wird derzeit noch erstellt, es handelt sich hierbei um ungeprüfte Zahlen.
Auflösung Des Restrukturierungskonzeptes Weiter gibt Klöckner bekannt, dass das mit der Ad hoc-Meldung vom 27. Dezember 2005 vorgestellte Restrukturierungskonzept bei der WCM Beteiligungs- und Grundbesitz-Aktiengesellschaft (WCM AG) rückgängig gemacht werden muss. Mit dem Restrukturierungskonzept konnte Klöckner über 232 Mio. EUR Forderungen gegen die WCM AG realisieren. Als wesentliche Konsequenzen aus dem Wegfall des Restrukturierungskonzepts ergeben sich das Wiederaufleben der Forderungen gegenüber der WCM AG, die Reduzierung der Beteiligung an der RSE AG und die Herausgabe von über 14 Mio. Stück eigener Aktien an die WCM AG.
Das Restruktierungskonzept stellte sich im Einzelnen wie folgt dar: 1. Im Rahmen der Restrukturierung der WCM AG erwarb Klöckner von der WCM Aktien an der RSE Grundbesitz und Beteiligungs-AG ('RSE') in Höhe von 70,7% deren Grundkapitals. Zusammen mit den bereits vorhandenen RSE-Aktien betrug die RSE-Beteiligung von Klöckner über 97,3%. Der Kaufpreis in Höhe von rund 232 Mio. EUR wurde mit bestehenden Forderungen von Klöckner gegenüber der WCM AG verrechnet.
2. Zum Gesellschaftsvermögen von RSE gehörten zu diesem Zeitpunkt 14.652.000 Klöckner-Aktien, die in der Folgezeit auf Klöckner übertragen wurden. Klöckner verpflichtete sich, dafür an RSE einen Ausgleich in Höhe von ca. 263 Mio. EUR zu zahlen.
3. Die unter Ziffer 1 und 2 genannten Vereinbarungen standen unter verschiedenen auflösenden Bedingungen. Eine dieser Bedingungen ist im Zuge der Insolvenz der WCM AG und der Verwertungshandlungen der Hausbank der WCM AG sowie des Insolvenzverwalters der WCM AG eingetreten, so dass die Vereinbarungen hinfällig geworden sind.
Die Rückabwicklung der Restrukturierungsmaßnahmen hat folgende Auswirkungen: 1. Die von RSE an Klöckner übertragenen Klöckner-Aktien sind auf die RSE zurückgefallen. Damit ist die Pflicht von Klöckner zur Ausgleichszahlung erloschen.
2. Gleichzeitig sind die durch Klöckner von der WCM AG erworbenen Aktien in Höhe von ca. 70,7% des Grundkapitals der RSE auf die WCM AG zurückgefallen. Die gegen die WCM AG bestehenden Forderungen von Klöckner in Höhe von ca. 232 Mio. EUR leben dadurch wieder auf.
3. Aufgrund der Insolvenz der WCM AG wird Klöckner ihre wieder aufgelebten Forderungen gegenüber der WCM AG und die bereits vorhandenen Forderungen von insgesamt 280 Mio. EUR im Jahresabschluss 2006 in voller Höhe wertberichtigen. Diese Abwertungen sind nicht liquiditätswirksam. Hinzu kommt eine Abschreibung auf die bei Klöckner verbleibenden Aktien der RSE AG in Höhe von rund 80 Mio. EUR. Die außerordentlichen Verluste werden im Konzern-Abschluss durch die Erhöhung des Konzern-Eigenkapitals um 264 Mio. EUR zum großen Teil ausgeglichen, da die im Konzernabschluss bereits ausgewiesene Verrechnung der eigenen Anteile mit dem Konzerneigenkapital entfällt.
Das operative Geschäft, welches sich weiterhin zur Zufriedenheit des Vorstands entwickelt, wird durch die Rückabwicklung der Restrukturierung nicht beeinträchtigt.
Die bevorstehende Trennung von der heutigen Muttergesellschaft WCM AG zu einem neuen Mehrheitsaktionär im Frühjahr 2007 setzt neue Chancen und Möglichkeiten für das Unternehmen frei.
Frankfurt am Main, den 18. Januar 2007
Der Vorstand
Informationen und Erläuterungen des Emittenten zu dieser Mitteilung:
- Klöckner Umsatz Plus in 2006 7% - Klöckner EBITDA Plus in 2006 von 24 Mio. EUR auf 37 Mio. EUR
Der Klöckner-Konzern wird für das Geschäftsjahr 2006 einen Umsatzanstieg um 7% auf ca. 875 Mio. EUR verzeichnen können. Im Bereich der Abfüll- und Verpackungstechnik (KHS) beträgt der Anstieg 6% und bei den Sonstigen Industriebeteiligungen 11%.
Das Konzern-EBITDA wird gegenüber dem Vorjahr um mehr als die Hälfte auf 37 Mio. EUR steigen. Dabei ist das EBITDA bei KHS um gut 20% auf 33 Mio. EUR und bei den Sonstigen Industriebeteiligungen von 1 Mio. EUR auf 6 Mio. EUR gewachsen. Die entsprechenden EBIT-Werte betragen voraussichtlich 21 Mio. EUR im Konzern - das sind bei der KHS 20 Mio. EUR (+40%) und bei den Sonstigen Industriebeteiligungen 3 Mio. EUR.
Hervorzuheben sind auch die äußerst positiven Auftragseingänge im abgelaufenen Jahr. Bei der KHS beträgt der Auftragseingang rd. 880 Mio. EUR und ist gegenüber dem Vorjahr um 20% gestiegen, wobei sich insbesondere in der sehr starken zweiten Jahreshälfte das Preisniveau wieder normalisiert hat. Bei den Sonstigen Industriebeteiligungen ist der Auftragseingang um 21% auf 120 Mio. EUR gewachsen.
Der gesamte Konzern geht mit einer sehr guten Auftragslage in das neue Jahr. Für das Geschäftsjahr 2007 erwarten wir einen Umsatz von ca. 940 Mio. EUR (+7%), ein EBITDA von 60 Mio. EUR und ein EBIT von 38 Mio. EUR. Mittelfristig gelten unverändert die Planungsdaten, die am 13. November 2006 veröffentlicht wurden.
Im Zuge der Insolvenz der WCM AG und der Verwertungshandlungen durch die Hausbank sowie den Insolvenzverwalter der WCM AG ist das Restrukturierungskonzept vom Dezember 2005, mit dem Forderungen gegen die WCM AG von rd. 230 Mio. EUR realisiert werden konnten, nicht mehr durchführbar, d. h. durch den Eintritt einer auflösenden Vertragsbedingung ist der vorherige Zustand automatisch wieder hergestellt worden. Die wesentlichen Konsequenzen für die Klöckner-Werke AG sind das Wiederaufleben der Forderungen gegenüber der WCM AG, die Reduzierung der Beteiligung an der RSE AG und die Herausgabe von über 14 Mio. Stück eigener Aktien an die WCM AG. Der von der Hauptversammlung am 5. Juli 2006 beschlossene Einzug der eigenen Aktien kann demzufolge nicht vorgenommen werden.
Im derzeit noch vorläufigen und ungeprüften Jahresabschluss 2006 wirken sich die Rückabwicklung der Restrukturierung und die Insolvenz der WCM AG voraussichtlich wie folgt aus:
Im Einzel- und im Konzernabschluss wird es zu einer außerordentlichen Ergebnisbelastung kommen, die sich aus der vollen Wertberichtigung aller WCM-Forderungen von rd. 280 Mio. EUR und der Abschreibung der RSE-Aktien in Höhe von rd. 80 Mio. EUR ergibt. Diese Abwertungen sind nicht liquiditätswirksam und werden das operative Geschäft nicht belasten. Damit sind alle Risiken im Zusammenhang mit der WCM AG bilanziell bewältigt.
Wie bereits früher mitgeteilt, wird sich das Eigenkapital nach diesen Maßnahmen voraussichtlich im Einzelabschluss auf 260 Mio. EUR (ca. 67% der Bilanzsumme) und im Konzern auf 280 Mio. EUR (ca. 40% der Bilanzsumme) belaufen. Diese Eigenkapitalausstattung und die Tatsache, dass die Gesellschaft netto kaum Bankverbindlichkeiten hat, sind die besten Voraussetzungen für die positive Entwicklung in den industriellen Kerngeschäften. Die Auswirkungen auf das Eigenkapital wären im angestrebten Falle des Einzugs der eigenen Aktien ähnlich gewesen.
Der Veräußerungsprozess wird in enger Zusammenarbeit mit dem Insolvenzverwalter der WCM AG vorangetrieben. Mit dem Abschluss dieses Prozesses ist im Zeitraum März/April 2007 zu rechnen. Der Vorstand der Klöckner-Werke AG wird diesen Prozess aktiv begleiten und potentiellen Interessenten zur Auskunft im Rahmen des gesetzlich Möglichen zur Verfügung stehen.
Aus Sicht des Vorstands werden mit der bilanziellen Bereinigung des WCM-Komplexes, der anstehenden Veränderung der Aktionärsstruktur, die dem Unternehmen Stabilität und nachhaltige Fokussierung auf das Industriegeschäft bringen werden, sowie der offensichtlichen und erheblichen operativen Verbesserungen die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Entwicklung des Konzerns geschaffen.
Die bevorstehende Trennung von der heutigen Muttergesellschaft WCM AG zu einem neuen Mehrheitsaktionär im Frühjahr 2007 setzt neuen Chancen und Möglichkeiten für das Unternehmen frei.
Die Entwicklung in 2006 hat gezeigt, dass die eingeleiteten operativen Maßnahmen im Klöckner-Konzern zu einer wesentlichen Verbesserung des Ergebnisses beitragen. Der Vorstand sieht aufgrund des deutlichen Auftragswachstums weitere positive Chancen und Entwicklungen für das Ergebnis in 2007.
Alle Zahlen sind vorläufig und nicht testiert. Den vollständigen Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2006 legt Klöckner auf seiner Bilanzpressekonferenz am 29. April 2007 vor. Das Ergebnis für das erste Quartal 2007 wird am 10. Mai 2007 veröffentlicht.
Hintergrundinformationen zur Klöckner-Werke AG, Duisburg: Die Klöckner-Werke AG ist eine Konzernholding, deren Tochtergesellschaften erfolgreich im Weltmarkt tätig sind.
Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt bei der KHS AG, Dortmund, und damit in der Entwicklung und Herstellung von Abfüll- und Verpackungsanlagen. Die KHS ist neben in- und ausländischen Produktionsstätten mit mehr als 60 Service- und Vertriebsstützpunkten auf allen Kontinenten vertreten. Produziert wird in Deutschland, den USA, Brasilien, Mexiko, Indien und China. Seit vielen Jahren ist die Gesellschaft in der Weltspitze als Anbieter von Abfüll- und Verpackungsanlagen für die Getränkeindustrie sowie die Food- und Non-Food-Branche etabliert.
Weitere Unternehmen des Klöckner-Konzerns produzieren Maschinen und Anlagensysteme für die Kunststoffverarbeitung, die Schuhherstellung, die Süßwarenindustrie und diverse Robottechnologien.
Die Gesellschaft wurde 1923 gegründet und kann auf eine lange Firmentradition zurückblicken. Heute ist der Klöckner-Konzern innerhalb seiner Geschäftsbereiche als Akteur einer globalen ersten Liga anerkannt und beschäftigt weltweit über 5.000 Mitarbeiter.
Vorstand der Gesellschaft: Roland Flach (Vorsitzender) Valentin Reisgen Maternus Gemmel
Kontakt: Klöckner-Werke AG Andrea Spiekermann, Media-/Investor Relations Tel.: 069 90026-510 Fax: 069 90026-555 E-Mail: andrea.spiekermann@kloecknerwerke.com www.kloecknerwerke.de (18.01.2007/ac/n/nw)
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