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Analysen - Ausland
24.09.2001
Stora Enso empfehlenswert
Aktienservice Research

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Die Analysten von Aktienservice Research empfehlen derzeit dem Investor die Aktien von Stora Enso (WKN 871004).

Gemessen an der Produktionskapazität von Zeitschriftenpapier, Zeitungsdruckpapier, Feinpapier und Verpackungskarton sei die finnische Stora Enso das weltweit zweitgrößte Forstindustrieunternehmen. Außerdem sei Stora Enso auch ein bedeutender europäischer Schnittholzproduzent. Stora Enso sei mit einer jährlichen Produktionskapazität von 5,7 Millionen Kubikmeter und einer Weiterverarbeitungskapazität von 1,5 Millionen Kubikmeter der weltweit drittgrößte Nadelschnittholzhersteller. Im Jahr 2000 habe der Umsatz von Stora Enso Timber 1,2 Milliarden Euro betragen. Die Hauptabsatzgebiete seien Europa und Nordafrika. Der Gesamtkonzern Stora Enso erwirtschafte mit rund 45.000 Mitarbeitern in mehr als 40 Ländern (ca. 4.800 in Deutschland) und einer Produktionskapazität von rund 15 Millionen Tonnen Papier und Karton einen Gesamtumsatz von 13 Milliarden Euro. Stora Enso sei in Deutschland einer der führenden Papierhersteller. Bei einer Produktionskapazität von 2,3 Millionen Tonnen in Deutschland würden rund 15 Prozent der Kapazität und Umsätze des Konzerns auf die Bundesrepublik entfallen.

Stora Ensos Umsatzerlöse seien im zweiten Quartal gegenüber 3.637,0 Millionen Euro im vorigen Quartal um ca. sieben Prozent auf 3.388,4 Millionen Euro zurückgegangen. Das Betriebsergebnis vor außerordentlichen Posten sei mit 346,4 Millionen Euro um 33,8 Prozent geringer als das entsprechende Betriebsergebnis von 523,0 Millionen Euro im vorigen Quartal gewesen. Die Umsatzrendite habe bei 10,2 Prozent gelegen. Der Rückgang habe aus rückläufigen Absatzmengen auf Grund von Produktionseinschränkungen in Höhe von 558.000 Tonnen resultiert. Davon seien 342.000 Tonnen (erstes Quartal 2001: 205.000 Tonnen) marktbedingt gewesen. Das Ergebnis vor Steuern, Anteilen anderer Gesellschafter und außerordentlichen Posten habe 248,3 Millionen Euro (erstes Quartal 2001: 429,5 Millionen Euro) betragen. Das Quartalsergebnis sei durch Verluste aus Währungsumrechnungen in Höhe von 44 Millionen Euro geschmälert worden. Das Ergebnis je Aktie habe im ersten Halbjahr 2001 bei 0,48 Euro, gegenüber 1,22 Euro im Vorjahreszeitraum gelegen.

Angesichts der schwierigen Marktlage, wobei insbesondere die US-Aktivitäten des Konzerns unter der Konjunkturbaisse gelitten hätten, sei der Ergebnisrückgang akzeptabel ausgefallen. Die Märkte würden weiterhin schwierig sein und weitere Produktionssteuerungsmaßnahmen erfordern. Stora Enso werde auch weiterhin die Kapazitätsauslastung an den Markt anpassen. Das Gesamtergebnis für das Jahr 2001 werde in wesentlichem Maße von dem zu haltenden Preisniveau, der internen Effizienz und dem Kostenbewusstsein abhängen. Insgesamt befürchte Aktienservice Research jedoch, dass eine wirtschaftliche Erholung sich erst im zweiten Halbjahr 2002 auch auf Unternehmensseite realwirtschaftlich niederschlage.

Im laufenden Jahr rechne Aktienservice Research mit einer weiteren Intensivierung der Konjunkturbaisse, somit könne auch eine Rentabilitätserholung des Konzerns auf Jahresbasis ausgeschlossen werden. Für das Gesamtjahr 2002 erwarte Aktienservice Research daher ein EPS von 0,82 Euro. In 2002 halte Aktienservice Research unter der Maßgabe einer zwischenzeitlichen Konjunkturerholung ein Gewinn je Aktie von 1,08 Euro für realisierbar, ab 2003 sollte das Unternehmen zu früherer Profitabilität mit EPS-Zahlen von über 1,70 Euro zurückfinden. Dessen ungeachtet halte Aktienservice Research das Papier auf dem gegenwärtig deutlich ermäßigten Kursniveau für ein interessantes Langfrist-Investment. Mit einer unzerstörbaren Marktposition, einem 02e-KGV von knapp zehn und einer Dividendenrendite von vier Prozent halte Aktienservice Research den Titel als Depotbeimischung für konservative Value- und substanzwertorientierte Anleger für ein aussichtsreiches Investment.

Da die Analysten von Aktienservice Research von 2002 auf 2003 einen deutlichen Profitabilitätssprung erwarten, sehen die Analysten auf Grund der aktuell günstigen Fundamentalbewertung mittelfristig weiteren Bewertungs- und somit Kursspielraum. Ein Stoppkurs sollte zur Absicherung bei neun Euro platziert werden.



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