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News - Ausland
10.01.2007
Arcelor Mittal verzichtet auf Klage gegen Dofasco-Stiftung
aktiencheck.de

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Rotterdam (aktiencheck.de AG) - Der Stahlkonzern Arcelor Mittal hat sich gegen eine Klage gegen die niederländische Stiftung Strategic Steel Stichting entschieden. Dies teilte der aus der luxemburgischen Arcelor S.A. (ISIN LU0140205948/ WKN 529385) und der niederländischen Mittal Steel Company N.V. (ISIN NL0000361947/ WKN A0F41U) bestehende Stahlkonzern am Mittwoch mit.

Die niederländische Stiftung befindet sich mehrheitlich im Besitz des kanadischen Stahlherstellers Dofasco Inc. Im Rahmen des Fusionspokers zwischen Mittal und Arcelor hatte der niederländische Stahlkonzern mit der ThyssenKrupp AG (ISIN DE0007500001/ WKN 750000) ein Abkommen über den Verkauf von Dofasco an den deutschen Stahlkonzern nach Abschluss der Übernahme von Arcelor vereinbart. Im Rahmen der Abwehrschlacht gegen die Übernahme durch Mittal hatte Arcelor die Mehrheit der Anteile des kanadischen Stahlkochers in eine Stiftung eingebracht, um Dofasco damit dem Zugriff des Konkurrenten zu entziehen.

ThyssenKrupp hatte bereits Ende Dezember 2006 angekündigt, dass man die von Mittal Steel verbindlich zugesagte Veräußerung von Dofasco an den deutschen Stahlkocher gerichtlich durchsetzen will. Basis der Klage sind das Rechtsgutachten eines führenden unabhängigen niederländischen Stiftungsexperten sowie Stellungnahmen externer rechtlicher Berater. Über die Klage gegen Mittal Steel soll Dofasco aus der Stiftung herausgelöst und die Veräußerung an ThyssenKrupp ermöglicht werden.

Die Aktie von Arcelor notiert aktuell in Paris mit einem Minus von 0,67 Prozent bei 43,05 Euro, während die Anteilsscheine von Mittal Steel derzeit in Amsterdam mit einem Minus von 0,84 Prozent bei 30,70 Euro notieren. Die Aktie von ThyssenKrupp notiert aktuell mit einem Minus von 1,50 Prozent bei 33,42 Euro. (10.01.2007/ac/n/a)


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