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Analysen - Ausland
21.09.2001
Verbund Upgrade
Erste Bank

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Die Analysten von Erste Bank nehmen für die Aktien von Verbund (WKN 877738) ein Upgrade von "neutral" auf "outperform" vor.

Durch den Beschluss des Hauptausschusses des Nationalrats sei dem Verbund die Auszahlung der stranded costs (Förderung für unrentable Investitionen) zugebilligt worden. Diese Zusage beziehe sich nur auf stranded costs für das Kohlekraftwerk Voitsberg. Nicht berücksichtigt seien die von der Europäischen Kommission bereits zugesagten stranded costs für Wasserkraftwerke. Diesbezüglich sei eine Entscheidung durch den Wirtschaftsminister frühestens im Sommer 2002 zu erwarten.

Die bereits zugesagten stranded costs würden sich auf eine Höhe von 133 Mio. Euro belaufen, von denen der Verbund ungefähr 70% bekomme. Dieser Betrag werde über die nächsten acht Jahre verteilt ausbezahlt. In der Bilanz werde dieser Betrag unter der Position "sonstige betriebliche Erträge" ausgewiesen und keine zusätzlichen Kosten verursachen. Für 2001 erwarte man einen Auszahlungsbetrag in der Höhe von 30 Mio. Euro und von 2002 bis 2008 einen jährlichen Betrag von 12,3 Mio. Euro. Die stranded costs für Wasserkraftwerke würden sich, bei voller Zusage, auf 460 Mio. Euro belaufen. Diese seien in den aktuellen Schätzungen der Analysten natürlich noch nicht enthalten.

In den neuen Berechnungen zeige sich somit eine Erhöhung des Jahresüberschusses nach Minderheiten von 103 Mio. Euro auf 124 Mio. (+20,3%) Euro in 2001 und von 131 Mio. Euro auf 139 Mio. Euro (+6,1%) in 2002. Die Prognose für den Gewinn je Aktie erhöhe man für 2001 von 3,38 Euro auf 4,01 Euro und für 2002 von 4,24 Euro auf 4,5 Euro. Darüber hinaus erwarte man eine Erhöhung des Cash-Flow, wodurch sich die Liquidität des Verbund erhöhe und diesem mehr Flexibilität zur Schuldentilgung ermögliche.

Die Analysten von Erste Bank stufen die Aktie von Verbund von "neutral" auf "outperform" hinauf.



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