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News - Ausland
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09.01.2007
Bank Austria vor Übernahme der russischen IMB
aktiencheck.de
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Wien (aktiencheck.de AG) - Die Bank Austria Creditanstalt AG (BA-CA) (ISIN AT0000995006/ WKN 813030), eine Tochter der italienischen UniCredito Italiano S.p.A. (ISIN IT0000064854/ WKN 850832), meldete am Dienstag, dass sie vor der Übernahme der Mehrheitsanteile an der russischen International Moscow Bank (IMB) steht.
Die IMB ist die neuntgrößte russische Bank. Mit der heutigen Feststellung des Vorstandes der ebenfalls zur italienischen Großbank gehörenden Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG (HVB) (ISIN DE0008022005/ WKN 802200), dass die Anfechtungsklagen der Kleinaktionäre der Transaktion nicht widersprechen, wurde die letzte gruppeninterne Bedingung für das Closing erfüllt. Der Vorstand der HVB hat heute ebenso die Übertragung der Niederlassungen in Estland, Lettland und Litauen entschieden. Wie bereits angekündigt, wurde auch die Übertragung der HVB-Anteile an der BA-CA an die UniCredit verabschiedet.
Die HVB wird vorbehaltlich der Genehmigungen der lokalen Aufsichtsbehörde ihre Beteiligung von 70,26 Prozent an der International Moscow Bank (IMB) zuzüglich der Optionen auf weitere 4,81 Prozent an der IMB zu einem Kaufpreis von insgesamt 1,015 Mrd. Euro in bar an die BA-CA verkaufen. Erst vor wenigen Tagen hat die BA-CA den 19,77prozentigen Anteil der VTB Bank France an der IMB übernommen. Mit Abschluss beider Transaktionen wird der Anteil der BA-CA an der IMB 90,03 Prozent des gesamten Aktienkapitals bzw. 95,19 Prozent des stimmberechtigten Aktienkapitals betragen.
Gegründet wurde die International Moscow Bank, die erste internationale Bank Russlands mit der Registrierungsnummer 1, im Oktober 1989. Die Creditanstalt war eines der Gründungsmitglieder. Die ursprünglich auf das Firmenkundengeschäft spezialisierte Bank hat bereits damit begonnen, ihre Aktivitäten auf das Retail-Geschäft zu erweitern und konnte in den vergangenen Jahren ein starkes Wachstum verzeichnen: Wuchs der russische Markt gemessen an der Bilanzsumme im Jahr 2005 um 33 Prozent, ist die IMB um 53 Prozent gewachsen.
Die IMB ist mit einer Bilanzsumme von 7,7 Mrd. Dollar (per 30.September 2006) die derzeit neuntgrößte russische Bank. Sie beschäftigt etwa 1.800 Mitarbeiter und betreibt 45 Filialen. Es ist geplant, dieses Filialnetz mittelfristig auf 100 Filialen zu verdichten.
Die Aktie der Bank Austria Creditanstalt gewinnt in Wien derzeit 1,14 Prozent auf 124,00 Euro. (09.01.2007/ac/n/a)
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