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News - DAX 100
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27.12.2006
Presse: Linde erlöst aus Verkäufen von Unternehmensteilen mehr als geplant
aktiencheck.de
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Wiesbaden (aktiencheck.de AG) - Der Industriegasehersteller Linde AG (ISIN DE0006483001/ WKN 648300) kommt laut einem Zeitungsbericht mit dem Verkauf von Unternehmensteilen nicht nur schneller als geplant voran, sondern wird auch erheblich mehr erlösen als zunächst geplant.
Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, hat Linde mit den bis zum Jahresende abgeschlossenen Verkäufen bereits rund 5,3 Mrd. Euro erzielt. Mit den über den Erwartungen liegenden Einnahmen kann das Unternehmen die Kosten der Fremdfinanzierung, die für den Erwerb des britischen Industriegaseherstellers BOC zum Preis von 11,7 Mrd. Euro notwendig ist, nachhaltig senken, schreibt die Zeitung.
Ein Sprecher kommentierte den überraschend schnellen Verkauf zu den hohen Preisen nicht. Am stärksten schlägt die Veräußerung der Fördertechnik unter dem Namen Kion an die Finanzinvestoren Kohlberg Kravis Roberts & Co. (KKR) und Goldman Sachs mit 4 Mrd. Euro zu Buche. Diese dürfte nach Informationen der Zeitung in den nächsten Tagen abgeschlossen werden. Allein in der vergangenen Woche erlöste Linde aus zwei Verkäufen 900 Millionen Euro. Am Donnerstag veräußerte der DAX-Konzern 45 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen Japan Air Gases an den französischen Partner Air Liquide S.A. (ISIN FR0000120073/ WKN 850133) für 590 Mio. Euro, was dem 9,5-fachen des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) entspricht. Die Trennung war eine von zahlreichen Auflagen der Kartellbehörden für die Übernahme von BOC durch Linde.
Zur Erfüllung der Kartellauflagen gehörte auch der nur zwei Tage zuvor bekanntgegebene Verkauf der australischen Gaseaktivitäten an Wesfarmers für 300 Mio. Euro, was sogar dem 14fachen des EBITDA entspricht.. Ganz abgeschlossen sind die Verkäufe noch nicht. Erst im kommenden Jahr wird Linde die von den Kartellbehörden geforderte Veräußerung der Gasegeschäfte in Polen und Großbritannien abschließen können. Zwar handelt es sich auch hier nur um einen relativ kleinen Umsatz von zusammen 160 Mio. Euro. Angesichts der guten Rahmenbedingungen erwarten Experten Zeitungsangaben zufolge auch für diese Verkäufe einen hohen Erlös.
Die Aktie von Linde gewinnt aktuell 1,19 Prozent auf 79,22 Euro. (27.12.2006/ac/n/d)
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