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Analysen - DAX 100
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22.12.2006
BASF kaufen
SRH AlsterResearch
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Hamburg (aktiencheck.de AG) - Oliver Drebing, Analyst von SRH AlsterResearch, bewertet die BASF-Aktie (ISIN DE0005151005/ WKN 515100) mit dem Rating "kaufen".
Die Partizipation an Mega-Trends ("Gas", "China") liefere ein überzeugendes Szenario für Wachstum signifikant oberhalb des Branchentrends. BASF sei ein Konjunktur-Zykliker, doch Aufstellung und Strukturen würden die Erwartung von auf hohem Niveau stabilen Margen begründen. Die ausgeprägte Cashflow-Stärke des Titels, die Fortsetzung des Aktienrückkaufprogramms und hohe Dividendenausschüttungen würden das Kursziel der Analysten von 85 Euro untermauern.
Für den Ausbau der Öl & Gas-Aktivitäten sehe BASF bis 2010 rund 35-40% der geplanten Gesamtinvestitionen des Konzerns vor. Allein für die Ostsee-Pipeline Nord Stream seien 1,9 Mrd. Euro budgetiert, für die Erschließungskosten des russischen Gasfelds Yushno Russkoje 500 Mio. Euro. Am wirtschaftlichen Erfolg des zusammen mit Gazprom und mit E.ON Ruhrgas zu erschließenden Gasfeldes sei BASF mit 35% beteiligt (40% Gazprom, 25% E.ON). Yushno Russkoje verfüge über Gasreserven von rund 600 Mrd. m3, was dem 15fachen der jährlichen Gaslieferung von Russland nach Deutschland entspreche.
China-Engagement: Zusammen mit dem JV-Partner Sinopec werde BASF weitere 500 Mio. USD in die Produktion von Chemikalien und Kunststoffen am Verbundstandort Nanjing investieren. Seit 2000 seien hier 2,9 Mrd. USD investiert worden. Für 2010 sehe die Planung von BASF einen Anteil des China-Geschäfts an den Umsätzen der Chemiesparte von 10% vor. Durch das seit Beginn der 90' Jahre konsequent verfolgte Engagement habe sich BASF auf dem chinesischen Markt einen Vorsprung geschaffen, der aus heutiger Sicht nicht mehr vom Wettbewerb einzuholen sei.
Die Positionierung des weltweit führenden Chemieunternehmens zeichne sich durch niedrige Ergebnisvolatilität aus. Hätten Fixkosten Anfang des Jahrzehnts rund 40% der Umsätze (Euro 13,0 - 13,5 Mrd.) entsprochen, so seien es infolge der Optimierung oder Abgabe von Produktionsstätten derzeit unter 25% (Euro 12,0 - 12,5 Mrd.). Einen "natural hedge" für petrochemisches Ausgangsmaterial würden langfristige Lieferverträge mit Gazprom gewähren. Die integrierte Produktion ("Verbund") der Chemie sichere die Zufuhr an Ausgangsmaterial für Downstream-Aktivitäten und führe allein über die Nutzung der erzeugten Dampfenergie zu einer Einsparung von 1,7 Mio. Tonnen Rohöläquivalenten. Einer zyklischen Abschwächung des Nachfragewachstums könne BASF mit der Zuversicht entgegen sehen, das Margenniveau weithin halten zu können.
Die Chemiekonjunktur sei durch robuste Nachfrage unterlegt, so dass BASF für 2007 von der Fortsetzung der Dynamik ausgehe. Die Konsensannahmen, die diesbezüglich Skepsis ausdrücken und einen negativen Margentrend aufzeigen würden, würden nach der Erwartung der Analysten revidiert.
Externes Wachstum diene dazu, für bestehende Kunden das Produktportfolio in der Breite auszudehnen. Im Kerngeschäft werde BASF organisch wachsen und so eine Aufweichung der Ertragskraft vermeiden.
Die Analysten von SRH AlsterResearch stufen die BASF-Aktie mit dem Rating "kaufen" ein. (22.12.2006/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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