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21.12.2006
Presse: Allianz schickt Banker in Vertreterbüros
aktiencheck.de

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München (aktiencheck.de AG) - Der Versicherungskonzern Allianz SE (ISIN DE0008404005/ WKN 840400) will ab Januar 2007 versuchsweise Bankangestellte in rund 100 Versicherungsagenturen in Deutschland stationieren. Dort sollen sie nach Angaben des Allianz-Vorstandschefs Michael Diekmann den Versicherungskunden Bankkonten, Kreditkarten, Kredite sowie Spar- und Anlageverträge verkaufen.

"Wir wollen in dem Pilotprojekt prüfen, ob das ökonomisch Sinn macht für den Allianz-Vertreter", sagte Diekmann in einem Interview mit der "Financial Times Deutschland". Der Plan ist Teil der Bemühungen des Konzernchefs, die 2001 gekaufte Dresdner Bank enger mit den Versicherern des Konzerns zu verbinden. Erste Erfolge, aus Allianz-Versicherungskunden auch Dresdner-Bank-Kunden zu machen, hat es nach Angaben von Diekmann bereits gegeben: "Das waren im vergangenen Jahr 360.000 Neukunden für die Dresdner Bank, die unsere Vertreter gewonnen haben, und werden 2006 auch über 300.000 sein." Die künftigen so genannten Bankagenturen werden dabei weiter von selbstständigen Versicherungsvertretern geführt. Gleichzeitig finden die Kunden dort alle Bankdienstleistungen einschließlich Geldautomat. Das Gehalt der Bankspezialisten kommt im Anfangsstadium von der Dresdner Bank. "In dem Maße, wie der Vertreter mehr Kosten übernimmt, verdient er auch mehr Provision", sagte Diekmann.

Dabei soll dieses Projekt nicht nur auf Deutschland beschränkt bleiben, sondern auch auf andere Länder übertragen werden: Von der Tochter Dresdner Bank verlangte der Allianz-Chef, jetzt stärker mit den anderen Bankteilen des Konzerns, etwa in Italien und Frankreich, zusammenzuarbeiten. "Zumindest auf der Governance-Seite muss das zentral aus der Dresdner Bank kommen, auch die Bankplattform muss im Konzern international einheitlich sein."

Das Modell ist dabei Teil des angekündigten Konzernumbaus der deutschen Versicherungstöchter. In diesem Zusammenhang baut die Allianz 5700 Vollzeitstellen ab, dazu kommen noch 2500 Arbeitsplätze bei der Dresdner Bank.

Die Aktie der Allianz notiert aktuell mit einem Minus von 0,93 Prozent bei 155,43 Euro. (21.12.2006/ac/n/d)


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