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21.12.2006
Presse: Merck KGaA will Verschuldung rasch verringern
aktiencheck.de
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Darmstadt (aktiencheck.de AG) - Der Pharmakonzern Merck KGaA (ISIN DE0006599905/ WKN 659990) will seine Verbindlichkeiten in Zusammenhang mit der Übernahme des schweizerischen Biotechnologiekonzerns Serono S.A. (ISIN CH0010751920/ WKN 873438) so schnell wie möglich abbauen.
"Ich glaube nicht, dass wir in zwei Jahren noch viel über die Verschuldung sprechen werden", sagte Finanzchef Michael Becker im Interview der "Börsen-Zeitung". Die insgesamt rund 10,6 Mrd. Euro schwere Übernahme wurde zunächst durch den im MDAX notierten Konzern durch einen syndizierten Kredit finanziert, wobei im kommenden Jahr eine Kapitalerhöhung und eine Anleihe zur Refinanzierung geplant ist.
Bei der für das erste Quartal 2007 angekündigten Aktienemission will Merck verstärkt deutsche Investoren ansprechen, erklärte der Finanzvorstand gegenüber der Zeitung. Die in der zweiten Jahreshälfte geplante Anleihe wird ein Volumen von mindestens 1 Mrd. Euro haben, ergänzte Becker. Das Unternehmen geht von einem starken Interesse der Investoren aus, zumal Chemie- und Pharmafirmen wenig am Bondmarkt auftreten.
Nach Angaben von Becker hat Merck weiter Spielraum für Akquisitionen, solange das Investment-Grade-Rating nicht gefährdet. Angesichts der hohen Verschuldung werde die Gesellschaft die Ausschüttungsquote zunächst etwas nach unten fahren, hieß es weiter.
Die Aktie von Merck KGaA notierte zuletzt bei 80,30 Euro. (21.12.2006/ac/n/d)
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