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13.12.2006
Presse: IWKA betrachtet Sanierung als praktisch abgeschlossen
aktiencheck.de
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Karlsruhe (aktiencheck.de AG) - Der Aufsichtsratschef des Maschinenbaukonzerns IWKA AG (ISIN DE0006204407/ WKN 620440), Rolf Bartke, erwartet, dass die Sanierung praktisch abgeschlossen ist.
Wie Bartke in einem Interview mit dem "Handelsblatt" erklärte, ist der erfolgreich verlaufene Sanierungskurs vor allem der Verdienst des neuen Vorstandschefs Wolfgang-Dietrich Hein: "Hein wurde als Sanierer geholt. Er hat es geschafft", sagt Bartke. "Der Löschvorgang im Unternehmen ist abgeschlossen." Erst am Dienstag hatte der Maschinen- und Anlagenbauer den Schweißzangenhersteller Aro mit rund 100 Mio. Euro Umsatz und 600 Mitarbeitern an die britische Unternehmensgruppe Langley Holdings verkauft.
In den vergangenen Jahren war die IWKA vor allem in Zusammenhang mit Schlagzeilen mit dem streitbaren US-Investor Wyser-Pratte in den Medien aufgefallen. Der Investor hält derzeit neun Prozent der Anteile und hatte 2005 bereits den Rücktritt des damaligen Vorstandsvorsitzenden Hans Fahr und sechs Aufsichtsräten bewirkt. Gegen den Willen von Wyser-Pratte installierte jedoch der alte Aufsichtsrat noch einen neuen Vorsitzenden: Wolfgang-Dietrich Hein. Zwischen Hein und Wyser-Pratte gibt es große Spannungen. Auf der Hauptversammlung im Juni wurde der Vorstandvorsitzende von seinem größten Aktionär nicht entlastet.
Der Aufsichtsratsvorsitzende Bartke findet jedoch auch für seinen Hauptaktionär Wyser-Pratte nur lobende Wort. "Wir haben in ihm einen stabilen Investor", sagt Bartke. "IWKA war Mitte 2005 auf dem Weg in den Abgrund. Wyser-Pratte hat einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass sich das Unternehmen verändert hat. Er ist kein Buhmann, sondern begleitet das Unternehmen hervorragend." Berichte, dass Bartke selbst die Trennung von Hein betreibt, wollte der Aufsichtsratschef nicht kommentieren. Nach Informationen des "Handelsblatt" hat Bartke bereits einen Nachfolger für Hein gefunden, scheiterte mit dessen Abberufung in der vergangenen Woche aber am Widerstand der Arbeitnehmerseite.
Vor kurzem hat die IWKA beschlossen, den Verkauf seiner Verpackungssparte zu prüfen, womit dem Konzern nur noch das Roboter- und das Automobilgeschäft bleiben würden. Die Mitarbeiter sind strikt gegen diesen Vorschlag, der vom US-Investor Wyser-Pratte kommt. Doch Bartke verteidigt den Schritt. "Wir müssen uns fragen, ob wir die Investitionen aller drei Kernbereiche des Konzerns finanzieren können", sagt der Aufsichtsratschef. Roboter und Autotechnik seien für IWKA aussichtsreiche Felder. Bartke: "Die schwachen Investitionen der deutschen Autobauer in unsere Anlagen 2005 waren eine Ausnahme, jetzt sind die Auftragsbücher wieder voll."
Die Aktie von IWKA notiert aktuell mit einem Plus von 1,31 Prozent bei 18,59 Euro. (13.12.2006/ac/n/d)
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