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Analysen - DAX 100
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07.12.2006
BASF "buy"
HypoVereinsbank
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www.optionsscheinecheck.de
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München (aktiencheck.de AG) - Andreas Heine, Equity Analyst der HypoVereinsbank, nimmt für die Aktie von BASF (ISIN DE0005151005/ WKN 515100) ein Upgrade von "outperform" auf "buy" vor.
Bei BASF lasse die solide Konjunktur einen anhaltend hohen Free-Cashflow erwarten. Die Analysten würden von einem Free-Cashflow von 4,1 Mrd. EUR ausgehen, obwohl 2007 der Cashflow durch den Asset-Swap mit Gazprom sowie einer Erhöhung im NWC belastet sein dürfte. Die Analysten würden 2008 positive Beiträge aus dem Geschäft mit Gazprom sowie keinen weiteren NWC-Aufbau mehr erwarten. Der Free-Cashflow könne dann auf mehr als 5 Mrd. EUR ansteigen.
Die Analysten würden auch bei einem möglichen Abschwung wegen der weiter steigenden Gewinnbeiträge aus den Gasprojekten in Russland und den Synergien aus den Akquisitionen einen Free-Cashflow von mehr als 4 Mrd. EUR erwarten. BASF notiere damit derzeit beim 7-8fachen des Free-Cashflows. Nach Ansicht der Analysten werde BASF die Dividende weiter erhöhen sowie eine Rendite in Höhe einer langfristigen Anleihe halten. Das Unternehmen kaufe zudem kontinuierlich 1-2% p. a. der Papiere zurück. Der Free-Cashflow erlaube es dennoch, den Anlagenausbau, die Expansion im Bereich Öl & Gas sowie kleinere Akquisitionen zu finanzieren.
BASF gehe in einer Modellrechnung davon aus, dass die Abgabe von 15% von Wingas, 50% der zwei größten Felder in Libyen und der Erwerb des Anteils am Russkoye Feld in Sibirien 2007 zu einer EPS-Belastung von 0,22 EUR je Aktie führe, 2008 neutral sei und 2009 einen positiven Beitrag von 0,14 EUR liefere. Die Analysten würden davon ausgehen, dass BASF bei der Kalkulation deutlich sinkende Ölpreise unterstelle. Die Analysten würden bei ihrer Kalkulation auf Basis der Forward-Rates 2007 einen verwässernden Effekt von 0,28 EUR erwarten. Unter diesem Szenario würden die Analysten hingegen bereits 2008 einen positiven Beitrag von 0,12 EUR und 2009 von 0,31 EUR errechnen.
Den 15% Wingas-Anteil würden die Analysten mit 1 Mrd. EUR, die Felder in Libyen mit 0,5 Mrd. EUR und den Anteil am Russkoye-Feld mit 3,7 Mrd. EUR bewerten. Der positive Wertbeitrag je Aktie sei vor diesem Hintergrund bei 4,50 EUR. Nach der Rechnung der Analysten steige oder falle der Wert um 1,10 EUR je Aktie bei einer Abweichung in den Ölpreisannahmen um 10%.
Das ausgewiesene EBIT dieser Felder (2006e: 1,96 Mrd. EUR) verringere sich aufgrund der Abgabe von 50% der Ölfelder in Libyen, aber gleichzeitig sinke auch der Steuerausweis. 2006 dürfte der ausgewiesene Ertragssteuersatz rund 46% betragen. Nach den Vermutungen der Analysten würden davon rund 12%-Punkte auf die nicht anrechenbaren Ölsteuern aus den Feldern in Libyen entfallen. Dadurch stehe dem sinkenden EBIT in vergleichbarer Höhe eine geringere Steuerlast gegenüber. Der Steuersatz sollte so auf 40% sinken.
Das EBIT dürfte per saldo nach den Annahmen der Analysten ceteris paribus um 0,8 Mrd. EUR und die Steuer um 0,7 Mrd. EUR sinken, so dass der Nettoeffekt nur in der Größenordnung von 0,1 Mrd. EUR liege. So würden die Analysten 2007e ein EBIT aus der Öl & Gas Produktion von 1,7 Mrd. EUR nach 2,7 Mrd. EUR erwarten, das auf Gruppenebene nicht durch die Zunahme in anderen Sektoren aufgefangen werden könne.
Die Gewinnschätzungen und die Bewertung von BASF hätten sich wegen der zuversichtlicheren Szenarios der Analysten für die Entwicklung der Chemieindustrie in 2008 und 2009 weiter erhöht. Das SoP-Modell liefere folglich einen Wert von 86 EUR. Der DCF-Ansatz der Analysten errechne einen Wert von 90 EUR. Vor diesem Hintergrund erscheine das Papier sehr niedrig bewertet.
Die Analysten der HypoVereinsbank stufen ihr Rating für die Aktie von BASF von "outperform" auf "buy" herauf. Das Kursziel werde unverändert bei 86 Euro gesehen. (07.12.2006/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens.
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen gehörte einem Konsortium an, das die innerhalb von fünf Jahren zeitlich letzte Emission von Wertpapieren der Gesellschaft übernommen hat. Weitere mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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