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Analysen - Neuer Markt
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27.08.2001
Pixelpark reduzieren
Nord LB
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Wertpapieranalyst Heino Hammann von der Norddeutschen Landesbank empfiehlt Positionen mit Aktien der Pixelpark AG (WKN 514350) zu reduzieren.
Nach vorläufigen Zahlen habe Pixelpark im zweiten Quartal einen Betriebsverlust von 20,9 Mio. Euro verbucht. Aufgrund des weiterhin schwierigen Marktumfelds habe Pixelpark auch einen um rund 10% rückläufigen Umsatz gegenüber dem Vorquartal hinnehmen müssen. Im Betriebsverlust seien außerplanmäßige Abschreibungen von Firmenwerten an der ZLU-Gruppe und K2 von insgesamt 10,1 Mio. Euro enthalten. Bei den Abschreibungen handele es sich zwar um einmalige Effekte, hier würden jedoch nochmals die Belastungen aus der Akquisitionspolitik deutlich. Der Barbestand zum 30.06.01 habe bei 27,5 Mio. Euro gelegen. Die endgültigen Ergebnisse des zweiten Quartals 2001 sollen am 28. August veröffentlicht werden.
Die Pixelpark (Schweiz) AG, ein Tochterunternehmen der Pixelpark AG, übernehme die Digivision AG in Zürich vollständig. Mit dem Kauf des e-Business-Dienstleisters, der im Geschäftsjahr 2000/01 einen Umsatz von circa 12 Mio. SFr erwirtschaftet habe, baue Pixelpark die Marktführerschaft in der Schweiz aus. Auf dem Schweizer Markt zähle die Digivision AG zu den führenden e-Business-Dienstleistern. Das Ziel sei es, die Digivision AG so schnell wie möglich in die Pixelpark (Schweiz) AG und damit in das gesamte Netzwerk der Pixelpark einzugliedern. Eine der vier Industriegruppen, für die Pixelpark Leistungen anbiete, seien die Financial Institutions. Mit der Akquisition des Wachstumsunternehmens Digivision AG mit ähnlichem Leistungsspektrum erweitere Pixelpark das Kundenportfolio deutlich.
Pixelpark und Hochtief seien eine Partnerschaft eingegangen, welche die Entwicklung, Planung, Realisierung und den Betrieb von Themenparks, Verkaufsräumen, Messen sowie von Ausstellungen und Museen umfasse. Dabei würden beide Unternehmen die Erfahrungen nutzen, die sie beim Bau und bei der Gestaltung der Autostadt in Wolfsburg, zahlreicher Themenparks der Expo 2000 in Hannover und der Markeninszenierung für Großunternehmen wie adidas-Salomon oder DaimlerChrysler gesammelt hätten. Hochtief bringe seine Kompetenz als Systemführer bei baunahen Dienstleistungen in die Partnerschaft ein und Pixelpark verfüge über langjährige Erfahrung in der Gestaltung interaktiver Medien-Anwendungen im on- und offline-Bereich.
Das Researchteam erwarte für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von 110 Millionen Euro sowie einen Verlust von 25 Millionen Euro. In 2002 solle der Umsatz auf 140 Millionen Euro klettern. Der Verlust solle dann nur noch 4 Millionen Euro betragen.
Das planmäßig verlaufende Effizienzprogramm habe im zweiten Quartal Restrukturierungskosten von rund 1,6 Mio. Euro verursacht. Positive Effekte würden sich aber erst im vierten Quartal niederschlagen. Die Belegschaft solle um ein Viertel reduziert werden und einige Büroschließungen in Deutschland und im Ausland stünden an. Zudem sollen durch einen Investitionsstop in diesem Jahr noch rund 2 Mio. Euro eingespart werden.
Trotz dieser positiven Ansätze bleibe das Researchteam diesem Wert gegenüber skeptisch.
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