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06.12.2006
Presse: Gewerkschaft ver.di warnt vor neuen Belastungen für Deutsche Telekom-Mitarbeiter
aktiencheck.de
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Bonn (aktiencheck.de AG) - Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat in einem Zeitungsinterview die geplante Stärkung des Service-Bereichs bei der Deutsche Telekom AG (ISIN DE0005557508/ WKN 555750) begrüßt, gleichzeitig aber die geplante Ausgliederung von 45.000 Mitarbeitern in eine neue Gesellschaft verurteilt.
"Dass die Verbesserung des Service ganz oben auf der Agenda steht, ist eine sehr gute Sache", sagte ver.di-Bundesvorstand und Telekom-Aufsichtsratsmitglied Lothar Schröder dem "Tagesspiegel" (Donnerstagausgabe). "Damit wird ein Gedanke aufgegriffen, für den wir seit mindestens einem Jahr werben. Da liegt Hoffnung drin." Doch dass Obermann an der geplanten Ausgliederung festhalte, kritisierte Schröder scharf. "Das zerstört wieder einen Teil der Hoffnung", sagte er. "Die Absicht den Service zu verbessern, ist goldrichtig, die Pläne, dafür Konzernteile auszugliedern, ist aber weder sinnhaft noch notwendig."
Die Gewerkschaft befürchtet in diesem Zusammenhang, dass sich die Bedingungen der in die neue Gesellschaft ausgegliederten Mitarbeiter massiv verschlechtern. "Es ist richtig, dass der Konzern sparen muss", sagte Schröder. Aber bei T-Mobile habe Obermann bewiesen, dass das nicht überwiegend beim Personal geschehen müsse. "Beim Personal ist nichts mehr zu holen", sagte Schröder. "Die Beschäftigten sind gerade dabei, dem Vorstand eine Belastungswarnung zu erteilen." ver.di hat eine Unterschriftensammlung initiiert, in der die Beschäftigten das Management davor warnen, ihre Belastungsgrenze zu überschreiten.
"Seit Jahren leiden wir unter Entscheidungen, die gegen das Personal gerichtet sind", heißt es in der Unterschriftenliste. "Beenden Sie die laufende Arbeitsplatzvernichtung im Unternehmen." Die Unterschriftenaktion knüpfe an die Idee der Gewinnwarnung an, sagte Schröder. "Die Resonanz in der Belegschaft ist sehr hoch."
Die Aktie der Deutschen Telekom notiert aktuell mit einem Minus von 0,19 Prozent bei 13,29 Euro. (06.12.2006/ac/n/d)
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