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Analysen - Ausland
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05.12.2006
Rio Tinto Aktienempfehlung
Bank Hofmann
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www.optionsscheinecheck.de
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Zürich (aktiencheck.de AG) - Daniel Egger, Analyst der Bank Hofmann, empfiehlt in den aktuellen "Anlage-Persektiven" die Aktie von Rio Tinto (ISIN GB0007188757/ WKN 852147).
Verglichen mit vor vier oder fünf Jahren, als der jüngste Rohstoff-Boom in seinen Anfängen gestanden habe, präsentiere sich die Situation für das weltweit aktive Bergbauunternehmen Rio Tinto (RIO) ungleich rosiger. Tätig in den Bereichen Eisenerz, Kupfer, Aluminium, Energie (Kohle, Uran), Industriemetalle und Diamanten, habe RIO ungemein von der gestiegenen Nachfrage aus Asien profitiert. Speziell die Preisentwicklung von Kupfer und Eisenerz in den letzten Jahren - Kupfer habe im Durchschnitt der Jahre 1998 bis 2002 ein Viertel des aktuellen Kurses gekostet, während sich die Eisenerzpreise in den beiden letzten Jahren verdoppelt hätten - habe zu ertragsmäßigen Quantensprüngen geführt: Der für 2006 erwartete Gewinn entspreche ungefähr dem Fünffachen des im Jahre 2000 erzielten Ergebnisses.
Im ersten Halbjahr 2006 habe RIO mit seiner Kupferproduktion einen Reingewinn von über 2 Mrd. USD erzielt, was gegenüber der Vorjahresperiode einem Zuwachs von 140% entspreche. Angesichts der im zweiten Halbjahr nochmals deutlich höheren Kupferpreise (+20%) dürfe hier mit einer weiteren Steigerung gerechnet werden, trotz gestiegener Produktionskosten. Zudem werde erwartet, dass der Preis des roten Metalls in den kommenden Jahren deutlich über seinem langfristigen Durchschnitt bleiben werde. Beim Eisenerz, wo RIO in den Jahren 2007 bis 2009 jährliche Produktionssteigerungen von 15% erzielen wolle, stelle sich die Situation ähnlich dar. Aufgrund der andauernd starken Nachfrage aus China dürften auch hier im Mindesten stabile Preise erwartet werden.
Auch in den anderen Bereichen, die durch die erwähnten zwei überstrahlt würden, sei die Situation eine vielversprechende: Dank des Fokus auf Minen mit tiefen Kosten und sehr langer Lebensdauer würden auch diese eine beträchtliche Menge Geld in die Kassen spülen.
Die Fusionswelle im Minensektor sei in vollem Gange. Während einzelne Konkurrenten - etwa Xstrata oder Freeport McMoRan - eine aggressive Übernahmestrategie verfolgen würden, konzentriere sich RIO auf solche Projekte, die auch langfristig Wert generieren würden. In dieses Bild passe die im Oktober bekannt gegebene Beteiligung an der kanadischen Ivanhoe Mines, die in der Mongolischen Republik ein wahrlich märchenhaft anmutendes Kupfer- und Goldvorkommen besitze. Da noch verschiedene Hindernisse bis zur Ausbeutung zu überwinden seien (primär handle es sich dabei um ein Minengesetz mit prohibitiv hohen Schürflizenzen, ohne dessen Änderung eine Erzförderung nicht lohnenswert wäre), habe sich RIO für eine schrittweise Beteiligung inklusive Kaufoptionen für weitere Anteile bis maximal 40% entschieden.
Ein weiterer Beleg für die vorsichtige Strategie von RIO sei auch die Erhöhung des Aktienrückkaufprogramms von 4 Mrd. auf 7 Mrd. USD bis Ende 2007 - angesichts der beneidenswerten Mittelflüsse für RIO leicht zu schultern.
Die Analysten der Bank Hofmann erachten deshalb die Aussichten für Rio Tinto weiterhin als vielversprechend. (Ausgabe Dezember 2006) (05.12.2006/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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