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Analysen - Ausland
05.12.2006
Sony Musterdepotaufnahme
Volksbank Karlsruhe

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Karlsruhe (aktiencheck.de AG) - Die Analysten der Volksbank Karlsruhe haben die Aktie von Sony (ISIN JP3435000009/ WKN 853687) am 27.11.2006 bei einem Kurs von 29,66 EUR in ihr Musterdepot aufgenommen.

Sony sei einer der führenden Hersteller von Hightech-Produkten für den B2C- und B2B-Bereich und decke die Märkte für Audio-, Video-, Kommunikations- und Informationstechnologie ab. Die Produktpalette umfasse neben Fernsehern, Videokameras, Stereoanlagen, Navigationssystemen, Computern und verschiedenen elektronischen Komponenten (Halbleiter, ICs) auch so genannte professionelle Produkte für den Einsatz in der Sicherheits- und Medizintechnik, die Ausstattung von Konferenzräumen oder Fernsehstudios wie auch Großleinwände für Veranstaltungshallen (z.B. im Stadion von Bayern München oder in der Köln Arena).

Der Umtausch von Millionen Notebook-Akkus habe Sony im vergangenen Quartal um den Gewinn gebracht. Der japanische Elektronik-Riese habe für das Ende September abgeschlossene zweite Geschäftsquartal nur noch einen Überschuss von 1,7 Mrd. Yen (11,3 Mio. EUR) gemeldet - 94,1 Prozent weniger als im Vorjahresquartal.

Auch bei Computer-Spielen für die PlayStation und im Filmgeschäft hätten sich rote Zahlen ergeben. Der Umsatz sei unterdessen um 8,3 Prozent auf 1,8 Bill. Yen (knapp 12 Mrd. Euro) gestiegen. Sony sei dabei, seine Kernsparte Verbraucherelektronik nach hohen Verlusten wieder aufzurichten und der mindestens 51,2 Mrd. Yen (341 Mio. Euro) teuere Rückruf von rund 9,6 Mio. Akkus komme da sehr ungelegen.

Operativ sei Sony mit einem Verlust von 20,8 Mrd. Yen in die roten Zahlen geschlittert, nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn von 74,6 Mrd. erzielt worden sei. Der Elektronik-Bereich habe zwar den Umsatz um 12,1 Prozent auf knapp 1,4 Billionen Yen gesteigert, weil sich Bravia-Fernseher, Vaio-Computer und Cyber-Shot-Kameras besser verkauft hätten. Viel Geld habe Sony damit aber immer noch nicht verdient. Das operative Ergebnis sei um 71,4 Prozent auf acht Mrd. Yen (53,2 Mio. EUR) geschrumpft. Allerdings sei im Vorjahr das Ergebnis durch einen Sondergewinn von 64,5 Mrd. Yen gestärkt worden.

Auch die Spiele-Sparte sei in den vergangenen Monaten nicht die verlässliche Geldmaschine von einst gewesen. Die Kosten für die Markteinführung der neuen PlayStation 3 in Japan und den USA hätten einen Quartalsverlust von 43,5 Mrd. Yen (289 Mio. EUR) gebracht. Der Umsatz sei um ein Fünftel auf 170,3 Mrd. Yen gefallen. Viele Spielefans würden auf die neue Konsole warten, anstelle sich ein PlayStation-Vorgängermodell oder die mobile PSP und Spiele dafür zu kaufen. Den Europa-Start der PlayStation 3 habe Sony wegen der Knappheit einiger Bauteile auf kommendes Jahr verschieben müssen.

Leider habe auch das Filmgeschäft wieder enttäuscht. Teure Produktionen wie der Tim-Allen-Film "Zoom" und "Das Spiel der Macht" ("All The King's Men") seien an den US-Kinokassen durchgefallen. Andere Filme wie "Click" mit Adam Sandler hätten das nicht ausgleichen können. Der Filmbereich habe den Verlust auf 15,3 Mrd. Yen (Vorjahr: - 6,6 Mrd.) bei einem Umsatzplus von 12,1 Prozent auf 178,2 Mrd. Yen erhöht. Da das erste Halbjahr des Vorjahres von hohen Sanierungskosten im Elektronik-Bereich geprägt gewesen sei, würden die Sechsmonatszahlen aber immer noch deutlich besser aussehen.

Hätte Sony nicht weltweit die fast zehn Millionen Notebook-Akkus zurückrufen und austauschen müssen, würde das Geschäft der Japaner nicht schlecht laufen. Digitalkameras und Flachbildschirme würden sich gut verkaufen. Der Umsatz sei im Berichtsquartal um 8,3% auf 1,8 Bill. Yen (11,9 Mrd. EUR) gestiegen. Die aktuelle Situation sei eine Frage des Betrachters und lasse sich wie folgt beschreiben: Das Glas sei nicht halb leer, sondern halb voll.

Die Analysten der Volksbank Karlsruhe haben die Aktie von Sony in ihr Musterdepot integriert. (Ausgabe vom 04.12.2006) (05.12.2006/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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