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Analysen - Ausland
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12.09.2001
Merrill Lynch B&FS Conference
Hornblower Fischer
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"Insights from the Merrill Lynch (WKN 852935) Banking & Financial Services Conference in New York", berichten die Analysten von Hornblower Fischer.
Der seit über 12 Monate andauernde Crash an den Aktienmärkten habe bei den Investmentbanken deutliche Schleifspuren hinterlassen. Der weltweite konjunkturelle Abschwung sowie das rückläufige Geschäft mit Aktien, Neuemissionen und der Fusionsberatung habe die Aussichten der Branche zumindest für das laufende Jahr deutlich eingetrübt. Vor allem US Broker wie Merrill Lynch und Morgan Stanley seien schwer unter Druck geraten. Während sich die MWD-Aktie (YTD –38%) gegenüber dem Referenzindex AMEX Security Broker/Dealer-Index (XBD) bereits seit Jahresanfang unterdurchschnittlich entwickelte, habe das Papier von Merrill Lynch (YTD –31%) erst seit der Gewinnwarnung im Juni schwächer als der XBD-Index tendiert. Angesichts des trüben Konjunktur und Börsenklimas rechnen die Experten des Hornblower Fischer Researchteams im laufenden Jahr mit keiner grundlegenden Trendwende.
Auf der derzeit laufenden Merrill Lynch Banking & Financial Services Conference habe nun Merrill-Chef David H Komansky versucht etwas mehr Optimismus zu verbreiten. Der CEO habe seine Zuversicht mit den im laufenden Jahr gewonnenen Marktanteilen im Equity- und M&A-Geschäft begründet. Demzufolge habe der US-Broker im ersteren Bereich den Marktanteil auf 17%, nach 15,2% per Ende 2000, erhöhen können. Obgleich sich die M&A-Aktivitäten im Vergleich zu den Boomjahren 1999 und 2000 unverändert schwach zeigen, habe Merrill bei den angekündigten Fusionen den Marktanteil per Ende August auf 26%, nach 22,2% per Ende 2000, steigern und hinter Morgan Stanley weltweit den zweiten Platz einnehmen können, bei den Global Corporate Debts sei der Sprung auf Platz eins gelungen. Komansky habe darauf verwiesen, dass vor allem in Europa signifikante Marktanteile hinzugewonnen werden konnten. Im 2. Quartal habe ML bei den Equity- und M&A-Leage-Tables Studien zufolge die Plätze drei und vier belegt.
Obwohl die Analysten von Hornblower Fischer die zuletzt erzielten Performancesteigerungen honorieren, ist übertriebener Optimismus angesichts des depressiven Börsenumfelds nicht angebracht.
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