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Analysen - Ausland
24.11.2006
OMV akkumulieren
Erste Bank

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Wien (aktiencheck.de AG) - Tamas Pletser und Günther Artner, Analysten der Erste Bank, stufen die OMV-Aktie (ISIN AT0000743059/ WKN 874341) von "kaufen" auf "akkumulieren" herab.

Nach den schwachen Quartalszahlen, die der Mineralölkonzern letzte Woche vorgelegt habe, und dem vom Management gesenkten Ausblick (das Ergebnis 2006 werde das Vorjahresergebnis voraussichtlich nicht übertreffen) hätten die Analysten die notwendigen Anpassungen in ihrem Modell durchgeführt. Das Ergebnis sei ein Zurückstufen ihrer bisherigen Kaufempfehlung und eine Anpassung ihrer Gewinnschätzungen. Für 2006 erwarte man nun einen Gewinn pro Aktie in Höhe von EUR 4,31 (bisher EUR 5,31), für die Folgejahre rechne man mit EUR 4,47 bzw. EUR 5,34 (statt EUR 4,94 und EUR 5,42). Ihr Kursziel würden die Analysten der Erste Bank konsequenterweise von EUR 53,00 auf EUR 49,20 senken.

Die Gründe für das schwächere Abschneiden und den getrübten Ausblick lägen einerseits im gesunken Ölpreis - für das 2006 rechne man nun nur noch mit einem durchschnittlichen Preis von USD 65 (bisher USD 68), für 2007 erwarte man USD 60 und für 2008 USD 50 - und andererseits in den nach wie vor wenig effizienten rumänischen Anlagen der Tochter Petrom, die im Raffinierungsprozess weit mehr Öl verbrauchen würden als vergleichbare moderne Anlagen (13% bis 14% vs. 7% bis 8%). Für die OMV gelte es nun diese Probleme in den Griff zu bekommen. Das Unternehmen habe bereits angekündigt, in den nächsten Jahren mehr als EUR 2 Mrd. in die Modernisierung der Raffinerie-Kapazitäten zu investieren. Aus Sicht der Analysten werde dies allerdings erst ab 2009 Früchte tragen.

Die Analysten der Erste Bank reduzieren ihre Empfehlung für die OMV-Aktie von "kaufen" auf "akkumulieren". (24.11.2006/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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