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Analysen - Ausland
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23.11.2006
Austrian Airlines neue Aktien zeichnen
Minerva Investments
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www.optionsscheinecheck.de
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Wien (aktiencheck.de AG) - Die Experten von Minerva Investments empfehlen die neuen Aktien von Austrian Airlines (AUA) (ISIN AT0000620158/ WKN 875224), die aus der Kapitalerhöhung stammen, zu zeichnen.
Der Bezugsrechtehandel starte in Kürze und bislang gebe es keine Meldung zu einer Prospektänderung. Die Kapitalerhöhung in der AUA dürfte sich tatsächlich zur Sensation des Jahres wenn nicht des Jahrzehnts für intelligente Investoren entwickeln. Die Bezugsfrist laufe bis 1. Dezember 12.00 Uhr (BA-CA; Non-lead-banks würden wahrscheinlich früher zumachen). Der Bezugspreis werde im Bookbuilding ermittelt und solle bei maximal 8,12 Euro je Aktie liegen. Die Valuta erfolge am 6. Dezember. Das Emissionsvolumen belaufe sich auf rund 55 Mio. Aktien. Der Rabatt liege bei 10% für die ersten 1.000 erhaltenen Aktien und bei 5% für die zweiten 1.000 erhaltenen Aktien pro Depot.
Wer über mehrere Depots verfüge, könne sich den Bonus also mehrmals sichern. Da der Bezugsrechtehandel in Kürze starte, sollte das nun fix sein, die Experten hätten ja "befürchtet", dass die pro Depot-Regel ein "Tippfehler im Prospekt" sei und der Prospekt korrigiert und die Kapitalerhöhung verschoben werde. Je länger die Emission dauere, desto unwahrscheinlicher werde dieses Szenario aber - mit dem Bezugsrechtehandel de facto unmöglich, da plötzlich Börsentransaktionen rückabgewickelt werden müssten. Außerdem bleibe die Frage der "Kosten"; die Experten würden nicht erwarten, dass die Mehr-Depot-Zeichner in Summe eine solch stolze Summe am Tisch legen könnten und wollten, dass es im Vergleich zur Gesamtemission um einen Betrag gehe, der "weh tue", sondern wohl nur ein geringer Posten sein werde.
Es bleibe die Frage, was die Aktie nach der Valuta mache und ob es einen Crash am ersten Handelstag gebe. Der Tipp der Experten laute: Nein, und das aus einem einfachen Grund: 50 Prozent der Emission seien über das Österreich-Konsortium langfristig wegplatziert. Der Großteil der restlichen Tranche werde wohl an institutionelle Investoren platziert, für die der Abschlag eine Nebenrolle spiele. Selbst wenn über "die intelligenten Investoren" eine Million Aktien platziert werden und binnen 2 bis 3 Handelstagen wieder auf den Markt kommen sollten (und schon diese Zahl erscheine den Experten deutlich zu hoch gegriffen), würde der Markt das verkraften.
Dennoch eine Warnung an alle, die noch "mitspielen" wollten: Erstens: Wer mehrere Depots eröffne, um die Kapitalerhöhung zu zeichnen, müsse einkalkulieren, dass eine Depoteröffnung schon ein wenig Zeit dauern könne und wenn man am letzten Tag noch schnell eröffnen gehe, werde es wohl zu spät sein. Zweitens: Wer besonders schlau sein wolle und unter Inanspruchnahme aller zur Verfügung stehenden Kreditlinien die Depotanzahl maximieren wolle, sollte sich nicht wundern, wenn die Bank nicht mehr mitspiele und Multiple-Accounts einfach verweigere. Das dürfe sie nämlich selbstverständlich. Drittens: Die Zeichnung könne, gerade für das Retailpublikum, vorzeitig geschlossen werden.
Die Experten würden davon ausgehen, dass die Sensation perfekt sei und es den Abschlag in der Tat für jedes Depot und ohne Behaltefristen geben werde.
Die Experten von Minerva Investments raten auch dazu die Aktien von Austrian Airlines zu zeichnen und diese Gelegenheit zu nutzen, wobei sie festhalten, dass sie niemals zu kreditfinanzierten Aktienkäufen raten würden und die Quote an den Gesamtinvestments in Relation zur Risikobereitschaft stehen muss. Man rate aber weiters keine Zeit zu verlieren und sich insbesondere nicht darauf zu verlassen, dass Depoteröffnungen "last minute" noch freigeschalten würden. (23.11.2006/ac/a/a)
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