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Analysen - Nebenwerte
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22.11.2006
Grammer "buy"
HypoVereinsbank
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www.optionsscheinecheck.de
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München (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der HypoVereinsbank, Rolf Woller, stuft die Aktie von Grammer (ISIN DE0005895403/ WKN 589540) nach wie vor mit "buy" ein.
Die guten Neunmonatszahlen, die das Unternehmen am 7. November präsentiert habe (Umsatz +2,8% auf EUR 658 Mio./ EBIT +26% auf EUR 29,1 Mio.) würden die Analysten in ihrer Einschätzung für das Gesamtjahr 2006 bestätigen. Demnach rechne man mit einem Umsatzvolumen von mindestens EUR 863 Mio. und EUR 38,7 Mio. EBIT. Damit habe Grammer den für das laufende Jahr angekündigten Turnaround erreicht. Die EBIT-Marge dürfte sich im Jahresvergleich von 3,8% auf 4,5% verbessern.
Dabei sei zu berücksichtigen, dass das Jahr 2005 in Summe von EUR 4 Mio. positiven Wechselkurseffekt profitiert habe, wobei im Jahr 2006 EUR -2 Mio. das operative Ergebnis belasten würden. Wären die Wechselkurseffekte - wie normalerweise üblich - mit dem Eigenkapital verrechnet worden, dann ergäbe sich sogar eine Verbesserung von 3,3% auf 4,7%. Dabei hätte Grammer sein Ziel, EUR 40 Mio. EBIT zu verdienen, sogar leicht übertroffen. Auch für das Geschäftsjahr 2006 würden die Analysten fest mit einer Dividende in Höhe von EUR 1 rechnen.
Der Ausblick über das Jahr 2007 hinaus stimme für die künftige Entwicklung weiterhin optimistisch. So hätten im Bereich Automotive Interior weitere Aufträge, deren Serienstart im Jahr 2008 bzw. 2009 beginne, akquiriert werden können. In Summe betrage der Umsatzumfang aller akquirierten Neuaufträge etwa EUR 100 Mio. bis EUR 120 Mio., von denen EUR 40 Mio. bis EUR 50 Mio. komplettes Neugeschäft für Grammer darstellen würden.
Nehme man den Ausblick auf 2007 und die folgenden Geschäftsjahre zusammen, komme man zu dem Schluss, dass die Unternehmensplanungen (Umsatzwachstum 5%, ROCE Ziel 3% über Kapitalkosten) umsetzbar erscheinen würden. Die EBIT-Marge sollte sich dabei auch in der Zukunft bei rund 5% bewegen (Tendenz leicht steigend). Die Free-Cashflow-Marge sollte bei 2 bis 3% vom Umsatz bleiben womit Grammer sein Umsatzwachstum und hohe Dividendenausschüttung vollständig aus eigener Kraft finanzieren könne. Damit sei Grammer ein klares GARP (growth at reasonable price) Investment.
Die Analysten der HypoVereinsbank stufen die Grammer-Aktie weiterhin mit "buy" ein. Das Kursziel erhöhe man von EUR 24 auf EUR 28. (22.11.2006/ac/a/nw) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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