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Analysen - DAX 100
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20.11.2006
Krones solider Wert
SdK AktionärsNews
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München (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "SdK AktionärsNews" erwarten für die Aktie von Krones (ISIN DE0006335003/ WKN 633500) mindestens ein Ergebnis je Aktie von 8 Euro.
Maschinenbauer seien zyklisch. Dies stimme, aber nicht immer. Die Neutraublinger Krones AG zähle zu den wenigen Ausnahmen. Seit Jahren glänze der weltweit führende Anbieter von Getränkeabfüllanlagen mit steigenden Umsätzen und Gewinnen. 2006 werde das Konzernergebnis einen neuen Höchstwert erreichen.
Von Januar bis September 2006 habe der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 11% auf 1,34 Mrd. Euro zugelegt. Wegen der gestiegenen Steuerquote falle das Plus beim Gewinn mit gut 7% auf 48,5 Mio. Euro nicht ganz so stark aus. Vor Steuern - und das spiegele die wahre Ertragskraft wider - habe Krones in den ersten drei Quartalen um 14,5% mehr als im Vorjahr verdient. Damit hätten die Neutraublinger bewiesen, dass sie sich auch von den schwierigen Marktbedingungen nicht aus der Erfolgsspur drängen lassen würden. Denn in der Branche rumore es gewaltig.
Schwächelnde Konkurrenten würden ihre Produkte zu "Kampfpreisen" anbieten. Möglich sei dies nur, weil sie teilweise Töchter von finanzkräftigen Konzernen seien. Beispiel: Die Tetra Laval Gruppe - bekannt und vermögend durch Tetra Pak - habe sich 2003 den Krones-Konkurrenten Sidel einverleibt. Anfang des Jahres habe sich die Firma Simonazzi, ebenfalls ein Konkurrent der Neutraublinger, zu Sidel gesellt. Das defizitäre Unternehmen, so heiße es in der Branche, heize den Preiskrieg immer wieder an. Dank der offensichtlichen Quersubventionen innerhalb der Tetra Laval Gruppe könne sich Sidel die "vorübergehenden" Verluste leisten.
Die Strategie der Konkurrenz laute Verdrängungswettbewerb. Doch Krones sei in vielerlei Hinsicht zu stark, um verdrängt zu werden. Auf der Produktseite überzeuge das Unternehmen immer wieder durch Innovationen, die den Kunden hohe Einsparpotenziale bieten. Zudem sei die Bilanz von Krones mit einer Eigenkapitalquote von rund 45% solide. Und wie erwähnt, die Erträge würden trotz der widrigen Bedingungen kontinuierlich ansteigen. Damit das auch künftig so bleibe, investiere Krones kräftig, um die Produktionsprozesse zu verbessern und die Effizienz zu steigern. Anders als bei den meisten Unternehmen werde dabei der weitaus größte Teil der Investitionen - allein 2006 rund 70 Mio. Euro - zum Ausbau der Standorte in Deutschland verwendet.
Der Preisdruck habe zuletzt ein wenig nachgelassen. Noch sei es für Entwarnung zu früh. Doch gebe es zumindest Anzeichen dafür, dass der irrsinnige Preiskrieg zu Ende gehe. Dann würden sich die Wachstumsinvestitionen von Krones auszahlen. Das Mangement strebe mittelfristig beim Ergebnis vor Steuern (EBT) eine Marge von mindestens 7% an. Nach neun Monaten habe diese bei 5,7% gelegen.
Die Experten würden das Krones-Ziel für konservativ halten. Denn bereits in der Vergangenheit habe das Unternehmen EBT-Margen von deutlich über 7% erzielt. Wenn sich die Preise dauerhaft erholen würden, verfüge Krones über erhebliches Ertragspotenzial. Doch auch bei weiter anhaltend schwierigen Bedingungen sollte der Gewinn je Aktie im kommenden Jahr bei mindestens 8 Euro (nach erwarteten rund 7 Euro 2006) landen. Damit liege das KGV bei etwa 12. Nicht viel für einen soliden und verlässlich wachsenden Weltmarktführer. Das dürften sich auch schon einige Finanzinvestoren gedacht haben. Nur die Aktionärsstruktur (die Mehrheit der Aktien liegt bei der Familie Kronseder) bewahre Neutraubling vor unliebsamen Besuch von Nadelstreifenträgern mit Dollarzeichen in den Augen.
Die Experten von "SdK AktionärsNews" erwarten für die Krones-Aktie einen Gewinn je Aktie von mindestens 8 Euro. (Ausgabe 130 vom 17.11.2006) (20.11.2006/ac/a/d)
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