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Analysen - Ausland
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10.09.2001
Mayr-Melnhof übergewichten
RZB Österreich
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Die Analysten der österreichischen Raiffeisenzentralbank bleiben auch nach Bekanntgabe der Halbjahresergebnisse bei ihrer Empfehlung, Aktien des österreichischen Verpackungsunternehmens Mayr-Melnhof (WKN 890447) überzugewichten.
Mayr-Melnhof habe im ersten Halbjahr 2001 einen um ca. 6% auf Euro 558,9 Mio. gestiegenen Konzernumsatz präsentiert. Das betriebliche Ergebnis sei trotz marktbedingter Produktionsstillstände im 2. Quartal überproportional um 27,2% auf Euro 70,6 Mio. gewachsen. Die EBIT-Marge (EBIT = Gewinn vor Zinsen und Steuern) sei von 10,5% auf 12,6% gestiegen. Damit habe Mayr-Melnhof im ersten Halbjahr 2001 das bisher beste Halbjahresergebnis erzielt. Der Umsatz sei vor allem aufgrund eines höheren Durchschnittspreisniveaus gestiegen, das betriebliche Ergebnis bedingt durch ein sehr starkes 1Q und gesunkene Rohstoffkosten. Im Kartonbereich sei die Produktion im 2. Quartal der Nachfrage angepasst worden. Der Faltschachtelbereich habe jedoch noch eine zufriedenstellende Auslastung und sehr gute Ergebnisse aufgewiesen. Laut Mayr-Melnhof sei der Lagerabbau bei den europäischen Kunden abgeschlossen. Das konjunkturelle Umfeld bedingt jedoch weitere Produktionsstillstände im zweiten Halbjahr. Dieses werde aufgrund der konjunkturellen Eintrübung ergebnismäßig einen Rückgang aufweisen.
Mayr-Melnhof habe seine Marktposition durch die Übernahmen der Gruber & Weber Karton und Emil Christ AG im südwestdeutschen Raum deutlich gestärkt. Die Akquisitionen würden sowohl kosten- (Benchmarking in der Produktion) als auch marktseitige Synergien (zusätzliche Kunden und abgestimmter Vertrieb) bringen. Deutschland stelle mit ca. 28% Umsatzanteil den wichtigsten Einzelmarkt für Mayr-Melnhof dar. Aus den Akquisitionen errechne sich auf Basis aktueller Durchschnittspreise ein Umsatzpotenzial von ca. Euro 100 Mio..
Die Analysten der RZB heben ihre Gewinnschätzungen aufgrund der Übernahmen von Gruber & Weber Karton und Emil Christ AG an. Aufgrund des laufenden Aktienrückkaufsprogramms berechnen sie den Gewinn je Aktie für 2001 mit 11,7 Mio. und für 2002 mit 11,3 Mio. ergebnisberechtigten Aktien. Für 2001 erwarten sie einen Gewinn je Aktie von Euro 6,97 und für 2002 von Euro 6,86. Damit sei Mayr-Melnhof mit einem KGV 2001e und 2002e von 7,8 bzw. 7,9 bewertet. Den positiven Effekt aus dem Aktienrückkauf beziffern die Analysten mit Euro 0,17 für 2001 und Euro 0,25 für 2002.
Die Analysten der RZB halten an unserer "Übergewichten" Empfehlung fest und begründen dies mit dem laufenden Aktienrückkaufprogramm und der günstigen Bewertung der Aktie.
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