Logo
Analysen - Ausland
14.11.2006
voestalpine kaufen
Aktienservice Research

www.optionsscheinecheck.de

Bad Nauheim (aktiencheck.de AG) - Die Analysten von "Aktienservice Research" empfehlen derzeit die Aktien von voestalpine (ISIN AT0000937503/ WKN 897200) zum Kauf.

Der österreichische Stahlkonzern voestalpine sei nach dem besten Halbjahr der Konzerngeschichte weiter auf Rekordkurs. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2006/07 (bis Ende März) sei der Umsatz konzernweit um acht Prozent auf mehr als 3,5 Milliarden Euro geklettert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) habe sich 14,4 Prozent auf 628,7 Millionen Euro erhöht. Die konzernweite EBITDA-Marge habe sich von 16,8 auf 17,9 Prozent erhöht. Eine bessere Gewinnspanne sei auch beim EBIT erzielt worden. Sie sei von 11,4 auf 13 Prozent gestiegen. Das EBIT selbst sei um 22,6 Prozent auf 455,4 Millionen Euro geklettert. Nach Steuern habe voestalpine 328,8 Millionen Euro verdient, nach 260,4 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Zuwachs habe somit bei 26,3 Prozent gelegen. Das Ergebnis je Aktie (EPS) habe von 1,62 auf 2,05 Euro zugelegt.

Angesichts der kräftigen Steigerungen bei Umsatz und Gewinn sowie einem nach wie vor konstruktiven wirtschaftlichen Umfeld verwundere es nicht, dass voestalpine den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr angehoben habe. Gegenüber dem Vorjahr sei laut Vorstand in allen Sparten mit Ergebnisverbesserungen zu rechnen. Das im ersten Halbjahr erreichte Erlösniveau sollte sich in der zweiten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres fortführen lassen. Dabei sei allerdings zu berücksichtigen, dass sich das Winterhalbjahr saisonbedingt etwas schwächer darstelle als das erste Halbjahr. Zusätzlich werde die Ergebnisentwicklung im Segment Stahl in dieser Periode durch Sonderkosten in Höhe von etwa 40 Millionen Euro aus dem Hochlaufen neuer Großanlagen belastet. Dennoch gehe voestalpine davon aus, dass im Gesamtjahr ein operatives Ergebnis von mehr als 800 Millionen Euro möglich sei. Dies wäre das dritte Rekordergebnis in Folge. Bislang habe voestalpine einen Wert auf dem Niveau des Vorjahres von 731,8 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Die gute Ertragslage wolle der Konzern nutzen, um in die osteuropäischen Wachstumsmärkte zu investieren. Firmenlenker Wolfgang Eder habe von geplanten Zukäufen in diesen Regionen gesprochen. Er habe auf den geografischen Startvorteil verwiesen, den voestalpine habe. Neue Chancen sehe er nun auch in den künftigen EU-Ländern Rumänien und Bulgarien. Keine erheblichen zusätzlichen Belastungen erwarte Eder dagegen beim Einkauf von Rohstoffen. Seiner Ansicht nach seien die großen Steigerungen bei den Kohle-, Erz- und Schrottpreisen vorbei. Dass die Rohstoffkosten in diesem Jahr 70 Millionen Euro über dem Vorjahr liegen würden, habe er vor allem auf die deutlich gestiegenen Preise für Zink und Legierungen zurückgeführt.

Die vorgelegte Bilanz und der Ausblick seien bei den Investoren angekommen, und die Aktie habe zunächst positiv reagiert. Allerdings habe sie die Gewinne am Berichtstag nicht halten können, am Ende habe ein Minus gestanden. Die Investoren seien sich noch nicht ganz einig, wie sie Zahlen und Aussichten werten sollten. Nach Meinung von "Aktienservice Research" zufolge stimme jedoch das fundamentale Bild. Es sei nicht auszuschließen, dass der Kurs nun wieder in Richtung des Ende Oktober erreichten Allzeithochs bei 38,44 Euro marschiere. Sollte diese Hürde gemeistert werden, seien weitere Kursgewinne möglich. Überzeugend sei derzeit auch die Bewertung: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liege unter zehn. Langfristig orientierte Investoren könnten daher auf dem aktuellen Niveau Käufe in Erwägung ziehen.

Vor diesem Hintergrund lautet das Rating der Analysten von "Aktienservice Research" für die Aktien von voestalpine auf "kaufen". Der Stoppkurs sollte bei 33,00 Euro platziert werden. (14.11.2006/ac/a/a)



© 1998 - 2026, optionsscheinecheck.de