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Analysen - Ausland
06.11.2006
LVMH kaufen
Weberbank

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Berlin (aktiencheck.de AG) - Sören Wiedau, Analyst der Weberbank, empfiehlt die LVMH-Aktie (ISIN FR0000121014/ WKN 853292) zu kaufen.

Die französische LVMH-Gruppe (Louis Vuitton Moet Hennessy) sei der weltgrößte Luxusgüter-Konzern. Produziert und vertrieben würden Weine & Spirituosen (Hennessy), Mode- & Lederwaren (Kenzo, Givenchy), Parfüms & Kosmetika (Dior, Guerlain), Schmuck & Uhren (Ebel, TAG Heuer). Über ausgesuchte Boutiquen und Einzelhandelsketten würden die Franzosen weitere Haute Couture-Artikel anbieten. Zu den wichtigsten Märkten würden die USA gehören, gefolgt von Frankreich, Japan und China.

LVMH habe im 3. Quartal 2006 das starke Wachstumstempo nicht ganz beibehalten können. Der Umsatz sei um 6,8% auf 3,66 Mrd. Euro gestiegen und habe damit unter den Markterwartungen von 3,68 Mrd. Euro gelegen. Für Enttäuschungen hätten die beiden margenstärksten Segmente Wines & Spirits und Fashion & Leather Goods gesorgt. So habe der Umsatz von Wines & Spirits zwar um 3,1% auf 674 Mio. Euro ausgebaut werden können, Analysten hätten aber mit einem Anstieg um 6% gerechnet. Das organische Wachstum habe sich - auf Basis der neuen Monatszahlen - von 16% auf 11% verlangsamt. Im Segment Fashion & Leather Goods seien nur leicht die Erwartungen des Marktkonsensus unterboten worden.

Der Umsatz sei um 6,3% auf 1,26 Mrd. Euro gewachsen und habe um 0,21 Mrd. Euro nur knapp die Markterwartungen verfehlt. Alle anderen drei Produktsparten hätten das gute Umsatzwachstum der vergangenen Quartale fortsetzen können. Hintergrund des langsameren Wachstumstempos sei zum Teil auf negative Zeiteffekte in den Produktsparten Spirituosen und Champagner zurückzuführen. So gehe das Management für die Produkte Chateau d’Yquem und Grand Marnier mit einem negativen Einfluss von 4,5% und 2% bis 3% aus.

Das Management von LVMH habe die Gesamtjahresprognose bekräftigt. Für die Ergebnisse des Jahres 2006 stelle LVMH weiterhin ein signifikantes Wachstum in Aussicht. Das Unternehmen werde sich im zweiten Halbjahr auf die Erhöhung des Marktanteils bei den Star-Marken und die Markteinführung einiger neuer Produkte konzentrieren.

Die berichteten Umsatzzahlen für das 3. Quartal 2006 hätten bei den Markteilnehmern für eine leichte Enttäuschung gesorgt. Die Analysten würden in der sich abschwächenden Umsatzentwicklung allerdings nur ein temporäres Problem sehen. Langfristig werde sich das Unternehmen trotz latenter Risiken wie einer sich abschwächenden Weltkonjunktur und US-Dollarschwäche die hohen Wachstumsraten halten können. Zudem verfüge LVMH über eine genügend starke Marktmacht um weitere notwendige Preiserhöhungen in den Ländern durchsetzen zu können.

Mit der Konzentration auf rentable Sparten, auf starke Marken und durch strategische Akquisitionen würden die Franzosen weitere Marktanteile gewinnen und ihre weltweite Führungsposition ausbauen wollen. Die Analysten seien daher für das Gesamtjahr optimistisch und würden mit einer Ergebnisverbesserung in allen Produktbereichen rechnen. Das Stop-loss-Limit würden sie bei 74,00 Euro setzen.

Die Analysten der Weberbank raten die Aktie von LVMH zu kaufen. (06.11.2006/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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