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Analysen - Ausland
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07.11.2006
Iberdrola Halteposition
Weberbank
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Berlin (aktiencheck.de AG) - Sören Wiedau, Analyst der Weberbank, bewertet die Iberdrola-Aktie (ISIN ES0144580018/ WKN 851357) als Halteposition.
Der 1992 aus dem Zusammenschluss von Hidroelectrica Espanola und Iberduero entstandene Energieversorger Iberdrola sei hinter Endesa (Marktanteil über 40%) der zweitgrößte spanische Stromkonzern mit einem Marktanteil von ca. 31% bei der Stromerzeugung bzw. von 39% bei der Stromverteilung. Am Heimatmarkt würden ca. 9 Mio. Kunden bedient. In Lateinamerika habe sich Iberdrola auf Brasilien und Mexiko konzentriert. 50% des von dem Konzern hergestellten Stroms würden aus Wasser-, Solar- und Windkraftwerken kommen. Luftfahrt, Immobilien und Telekommunikation seien weitere Betätigungsfelder.
Iberdrola habe mit seinen Ergebnissen zum 3. Quartal 2006 die Markteilnehmer positiv überraschen können. Das EBITDA sei um 22% auf 2,93 Mrd. Euro gestiegen und der Nettogewinn habe um 27,5% auf 1,24 Mrd. Euro verbessert werden können. Analysten hätten im Durchschnitt mit einem Nettogewinn von 1,19 Mio. Euro und mit einer Steigerung des EBITDA um 19% gerechnet. Für Enttäuschung habe dagegen der Konzernumsatz gesorgt. Er sei aufgrund eines schwachen Marktumfeldes um 3,4% auf 8,15 Mrd. Euro gefallen. Der Anstieg des EBITDA sei von allen Segmenten getragen worden. Dabei habe sich erneut das Segment "Erneuerbare Energie" mit einem Anstieg von 42,5% als Zugpferd gezeigt, gefolgt von den Bereichen "Internationales Geschäft" und "Inländische Energie". Für das Gesamtjahr erwarte Iberdrola einen Nettogewinn in Höhe von 2,35 Mrd. Euro.
Die Konzentration im spanischen Versorger-Bereich sowie die Übernahmeschlacht um Endesa hätten Iberdrola zu einem Kurssprung verholfen. In der Spitze habe die Aktie bei 38,67 Euro notiert. Der spanische Baukonzern Actividades der Construcciones y Servicios (ACS) habe mittlerweile 10% an Iberdrola übernommen und beabsichtige - nach der Zustimmung der spanischen Energiebehörde - seine Anteile auf 24,9% zu erhöhen. ACS besitze an Union Fenosa einen 35%-igen Anteil. Zahlreiche Synergiepotenziale würden daher einen Zusammenschluss beider Unternehmen wahrscheinlich werden lassen.
Die Analysten würden die Quartalzahlen von Iberdrola insgesamt als positiv werten. Insbesondere die Ausweitung der Margen und der Anstieg des operativen Gewinns würden die Analysten für die Zukunft positiv stimmen. Weiterhin gehöre Iberdrola zu den aussichtsreichsten Übernahmekandidaten in Spanien. Die anhaltende Übernahmefantasie bei einem hohen Streubesitz, das qualitativ hochwertige Portfolio sowie eine attraktive Dividendenrendite würden weiterhin für das Unternehmen sprechen. Nach dem fulminanten Kursanstieg würden die Analysten für die Aktie ein begrenztes Kursteigerungspotenzial sehen und momentan vor Zukäufen abraten.
Daher empfehlen die Analysten der Weberbank die Iberdrola-Aktie als Halteposition und erhöhen ihr Stop-loss-Limit auf 30,00 Euro. (07.11.2006/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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