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Analysen - TecDAX
10.11.2006
QIAGEN Aufwärtsbewegung dürfte anhalten
TradeCentre.de

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Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" gehen davon aus, dass die Aufwärtsbewegung für die Aktie von QIAGEN (ISIN NL0000240000/ WKN 901626) auch weiterhin anhält.

Nach der Übernahme von Serono durch die deutsche Merck zähle das an der NASDAQ und im TecDAX notierte Unternehmen zu der größten Biotechgesellschaft in Europa. Bis Jahresende werde QIAGEN rund 2.000 Mitarbeiter beschäftigen, sage Finanzvorstand Roland Sackers zu den Experten im Hintergrundgespräch.

Das Unternehmen werde auch in Zukunft weiter stark in die Belegschaft investieren. "Wir investieren am Standort Hilden massiv und werden in den nächsten Jahren weitere 500 Mitarbeiter allein in Deutschland aufbauen". Das stark auf Wachstum ausgerichtete Unternehmen profitiere zusehends vom Bereich der molekularen Diagnostik. "Die Sparte wird in den nächsten Jahren sehr dynamisch wachsen und uns noch viel Freude bereiten", so der CFO.

Jüngst habe QIAGEN die Firma Genaco gekauft und den Bereich nochmals erheblich gestärkt. "Die Übernahme ist ein riesiger Schritt für uns in der molekularen Diagnostik". Genaco habe eine eigene PCR-basierte Multiplex-Technologie, mit der in einem Durchgang nach einer ganzen Reihe von Krankheitserregern gesucht werden könne. Laut Sackers sei diese Übernahme aber sehr wahrscheinlich nicht die Letzte in diesem Jahr. "Unsere Pipeline ist mehr als voll. Wir sind sehr beschäftigt und rechnen bis Jahresende noch mit einer weiteren Übernahme", so Sackers.

Das Unternehmen wolle sich weiter im Bereich der molekularen Diagnostik stärken und schaue sich parallel auch regional nach interessanten Firmen um. "Wir sind zum Beispiel in Südamerika, Osteuropa und vielen asiatischen Ländern noch gar nicht vertreten. Das wollen wir ändern und schauen uns hier nach Distributoren um". Mit einer Liquidität von mehr als einer halben Milliarde Euro habe QIAGEN weiterhin eine enorme firepower um Akquisitionen auch finanzieren zu können.

In Kürze werde die Gesellschaft die Zahlen für das dritte Quartal veröffentlichen. "Das Quartal ist in unserer Industrie, soweit bisher veröffentlicht, erfreulich verlaufen", sage Sackers. Für Q3 dürfte das Unternehmen also die eigene Planung mindestens erreicht haben. Für die Zeit von Juli bis Oktober sei ein Umsatz zwischen 115 und 118 Millionen Dollar in Aussicht gestellt worden bei einer EBIT-Marge von 26 bis 28 Prozent. Pro Aktie werde ein Gewinn von 13 bis 14 Cents erwartet.

Die negativen Sondereffekte aufgrund der Gentra-Übernahme würden die Experten für die Periode auf einen Cent je Aktie schätzen. Die Prognose für das Gesamtjahr bekräftige der Finanzvorstand. Der Umsatz solle sich auf 452 bis 463 Millionen Dollar belaufen bei einer EBIT-Marge zwischen 26 bis 28 Prozent. Pro Aktie rechne die Firma mit einem bereinigten Gewinn zwischen 52 und 56 Cents.

Aus heutiger Sicht würden die Sondereffekte in 2006 mit neun Cents zu Buche schlagen. Für das kommende Jahr zeige sich Sackers zuversichtlich, den Umsatz erneut im zweistelligen Prozentbereich zu steigern und die Marge um einen weiteren Prozentpunkt zu verbessern, um mittelfristig die Marge von 30 Prozent zu erreichen. "Wir sind für 2007 sehr optimistisch und rechnen weiterhin mit hoch profitablem Wachstum", sage Sackers.

QIAGEN sei auf Freefloat-Basis im TecDAX mit einer Kapitalisierung von mehr als 1,8 Milliarden Euro die größte Gesellschaft. Die mehrfachen Empfehlungen für die Aktie würden sich inzwischen bezahlt machen.

Die Experten von "TradeCentre.de" gehen davon aus, dass die Aufwärtsbewegung der QIAGEN-Aktie weiter anhält. (10.11.2006/ac/a/t)



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