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Analysen - Neuer Markt
29.08.2001
VIVA Media akkumulieren
Commerzbank

www.optionsscheinecheck.de

Die Analysten der Commerzbank stufen die Aktie von VIVA Media (WKN 617106) unverändert mit "akkumulieren" ein und sehen den fairen Wert bei 13,00 Euro.

VIVA Media habe solide Ergebnisse für das erste Halbjahr bekannt gegeben, die weitgehend den Erwartungen entsprochen hätten. Es sei ein Umsatzanstieg von 10 Prozent auf 27,9 Millionen Euro gegenüber der Vorjahresperiode verbucht worden. Wie man erwartet hätte, seien die Werbeeinnahmen durch die Unsicherheit bezüglich der Zukunft von VIVA Zwei negativ beeinflusst worden. Die Zahlen seien jedoch vor dem Hintergrund eines allgemein nachgebenden Werbemarktes vielversprechend gewesen. So lasse man die Gesamtjahreserwartungen unverändert.

Letzte Woche habe das Unternehmen eine Lösung für VIVA Zwei angedeutet. Wie man erwartet hätte, werde der Bereich expandieren und einen wichtigen Bestandteil des Konzerns bilden. Der Sender werde sich zusammen mit einem bisher nicht genannten Partner als Musik- und Lifestyle-Sender neu positionieren. Zwei potentielle Partner würden dem Aufsichtsrat am 3. und 4. September vorgestellt. Daraufhin werde VIVA Media einen Partner auswählen. Das Joint Venture werde zu Beginn des nächsten Jahres in Kraft treten. Man halte dies für eine sehr positive Entwicklung, da diese zu besseren Betriebsergebnissen führen sollte.

Für das laufende Jahr seien Umsätze in Höhe von 67,9 Millionen Euro zu erwarten, was einer Wachstumsrate von 23,1 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode entspreche. Der Gewinn werde voraussichtlich mit -0,3 Millionen Euro leicht negativ sein. Man rechne damit, dass VIVA Media beim EBITDA, EBIT als auch bei Reingewinn die Gewinnschwelle im Jahre 2002 erreichen werde.

Aufgrund der Umstellung auf das ASTRA-Satellitensystem habe VIVA Media die technische Reichweite von VIVA und VIVA Zwei vergrößert. Die Umstellung auf das ASTRA-Satellitensystem im zweiten Halbjahr 2000 und die Anlaufkosten für das Internet, Radio und die internationale Expansion wären hauptsächlich dafür verantwortlich gewesen, dass sich die positive Ertragslage im ersten Halbjahr 2000 in eine Verlustsituation im ersten Halbjahr 2001 verwandelt habe. Im allgemeinen habe VIVA jedoch bessere Einschaltquoten erzielt und durch die Umstellung auf das ASTRA-Satellitensystem dem Musiksender MTV Europe aus technischer Sicht endgültig den Rang abgelaufen.

In Anbetracht dieser Faktoren belassen die Experten der Commerzbank ihr Rating bezüglich VIVA Media bei "akkumulieren".



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