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News - Ausland
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12.10.2006
Scania-Board lehnt modifiziertes MAN-Übernahmeangebot ab
aktiencheck.de
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Stockholm (aktiencheck.de AG) - Das Board des schwedischen Lkw-Herstellers Scania AB (ISIN SE0000308272/ WKN 899845) hat am Donnerstag das modifizierte Übernahmeangebot des deutschen Wettbewerbers MAN AG (ISIN DE0005937007/ WKN 593700) abgelehnt.
MAN hatte zuvor erklärt, dass er 14,27 Prozent der Stimmrechte und 11,48 Prozent des Aktienkapitals von Scania erworben hat. Infolgedessen hatte MAN die Höhe seines Angebots nach Maßgabe des schwedischen Übernahmerechts an den höchsten für Scania-Aktien gezahlten Preis angepasst. Dadurch erhöhte sich der Wert des Angebots je Scania A- und B-Aktie auf 51,29 Euro oder etwa 475 Schwedische Kronen (SEK).
Als Gründe für die Ablehnung gab das Scania-Board zum einen die guten Ergebniserwartungen, die derzeit über den Marktprognosen liegen, an. Zum anderen würden die von MAN genannten Synergien nicht den langfristig tatsächlich erreichbaren Synergien entsprechen.
Zuvor hatte auch die schwedische Investor AB (ISIN SE0000107419/ WKN 869202), ein Großaktionär von Scania, das MAN-Angebot abgelehnt. Der schwedische Beteiligungskonzern erklärte, dass man Scania derzeit sehr positiv sieht und auch für die Zukunft optimistisch ist. Zudem ist man der Ansicht, dass bei einem Zusammenschluss von Scania und MAN erhebliche Synergieeffekte erzielt werden könnten. Jedoch reflektiere die verbesserte MAN-Offerte nicht den Wert von Scania und die genannten potenziellen Synergien.
Neben der Investor AB hatte sich auch Europas größter Automobilkonzern Volkswagen AG (ISIN DE0007664005/ WKN 766400), als weiterer Großaktionär von Scania, gegen die von MAN geplante Transaktion ausgesprochen.
Die Aktie von Scania gewinnt in Stockholm aktuell 11,09 Prozent auf 476,00 SEK, die von Investor AB 2,20 Prozent auf 162,50 SEK. Die MAN-Aktie legt aktuell im Frankfurter Handel 3,03 Prozent auf 69,80 Euro zu. (12.10.2006/ac/n/a)
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