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Analysen - Nebenwerte
09.10.2006
PC-Ware interessante Einstiegsgelegenheit
SdK AktionärsNews

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München (aktiencheck.de AG) - Nach Ansicht des Experten Matthias Wahler, von "SdK AktionärsNews", bietet sich bei der Aktie von PC-Ware (ISIN DE0006910904/ WKN 691090) eine interessante Einstiegsgelegenheit.

Der IT-Dienstleister PC-Ware aus Leipzig glänze mit enormen Wachstumsraten. Seit dem Börsengang im Jahr 2000 sei der Umsatz auf 594 Mio. Euro fast vervierfacht worden und inklusive der so genannten Direct Enterprise Agreements, die zwar nicht durch die Bücher laufen würden, für die aber ebenfalls Provisionen vereinnahmt würden, betrage er inzwischen sogar mehr als 700 Mio. Euro. Damit sei PC-Ware im Bereich der Software-Lizenzierung klarer Marktführer in Deutschland und auch einer der größten unabhängigen IT-Dienstleister in Europa.

Erreicht worden seien die enormen Wachstumsraten vor allem durch Akquisitionen, wobei dem Unternehmen die andauernde Konsolidierungswelle in der Branche zugute komme. Auf diesem Weg sei die Präsenz in Europa sukzessive ausgebaut worden, zuletzt durch den Erwerb des skandinavischen Marktführers Ravenholm und die Gründung einer Tochtergesellschaft in Rumänien. PC-Ware sei jetzt in 17 Ländern aktiv und der Auslandsanteil liege bei fast 50%. Auch in Zukunft solle der rasante Wachstumskurs durch weitere Übernahmen, aber auch durch die Ausweitung des Leistungsangebots, fortgesetzt werden.

Trotz des Margendrucks in der Branche könne das Ergebnis ebenfalls mithalten. Dies liege mit daran, dass dem margenstärkeren Servicegeschäft große Bedeutung beigemessen und insbesondere dieses Segment ausgebaut werde. Dies gelinge natürlich nur schrittweise, noch stehe die Softwarelizenzierung mit einem Umsatzanteil von mehr als 70% im Mittelpunkt. Nicht zu leugnen sei auch eine gewisse Abhängigkeit vom Hauptlieferanten Microsoft; dies müsse aber nicht negativ sein, es werde eben das geliefert, was der Kunde wünsche.

Trotz der Erfolge komme die Aktie seit einiger Zeit nicht vom Fleck. Dies liege wohl vor allem an einigen Sondereffekten, die das Geschäftsjahr 2005/06 und auch das erste Quartal geprägt und offenbar so manche Anleger irritiert hätten. So habe im letzten Jahr eine Fehlspekulation bei einem Swap-Geschäft zu einer außerordentlichen Belastung von 1,9 Mio. Euro und zum Austausch des Finanzvorstands geführt. Zwar schlage dieses Problem dank einer geringeren Steuerlast nicht auf den Jahresüberschuss durch, der trotzdem um 14% auf 5,1 Mio. Euro angewachsen sei. Dennoch hätten sich die Anleger zum Teil irritiert gezeigt und hätten sich von ihren Papieren getrennt.

Regelrecht dramatisch sehe auf den ersten Blick die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal aus. Zwar hätten die Erlöse inklusive der Direct Enterprise Agreements um 37% auf 211 Mio. Euro weiter gesteigert werden können. Das Ergebnis vor Steuern sei aber auf Grund von Belastungen von der Zins- und Währungsseite um die Hälfte eingebrochen auf nur noch 1 Mio. Euro. Diese Problematik sei vom neuen Finanzchef auf der Hauptversammlung am 14. September jedoch ausführlich erklärt und schlüssig dargelegt worden, dass solche Belastungen künftig nicht mehr zu erwarten seien.

Bereinigt um die Sondereffekte sei das Ergebnis um weitere 30% gewachsen. Grundsätzlich sei der Wachstumstrend also voll intakt und das Unternehmen auf dem besten Weg, die hohen Ziele bis 2010 zu erreichen. Bis dahin solle der Umsatz die Schwelle von 1 Mrd. Euro überschreiten und das operative Ergebnis bei mehr als 35 Mio. Euro liegen, was vom heutigen Stand aus eine Verdreifachung bedeuten würde.

Damit bietet die derzeitige Kursschwäche der PC-Ware-Aktie eine interessante Einstiegsgelegenheit, zumal die Dividende, die für 2005/06 um 10 Cent auf 0,50 Euro angehoben wurde und die auch in den kommenden Jahren weiter ansteigen soll, eine attraktive Rendite von 4% bietet, so die Experten von "SdK AktionärsNews". (Ausgabe 127 vom 06.10.06) (09.10.2006/ac/a/nw)


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