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Analysen - Ausland
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21.08.2001
Sepracor spekulativ kaufen
Aktienservice Research
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www.optionsscheinecheck.de
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Dem spekulativ ausgerichteten Investor empfehlen derzeit die Analysten von Aktienservice Research die Aktien von Sepracor (WKN 882759).
Ein immenses Wachstum weise derzeit das Nasdaq-notierte Biotechnologie-Unternehmen Sepracor auf. Insbesondere das Sepracor-Präparat Xopenenx zur Behandlung von Atemwegserkrankungen scheine am Markt hervorragend aufgenommen zu werden. So hätten sich allein im Juli die Neuverschreibungen verdoppelt. Auf Grund des gerade in den letzten Wochen explodierenden Wachstums, sowie im Hinblick auf die demnächst erwartete Zulassung des Antiallergikums Soltara, sehe Aktienservice Research weiteres Kurspotenzial.
Sollte Soltara die Zulassung erhalten – und es spreche derzeit nichts dagegen, da die bereits fortgeschrittenen klinischen Testphasen bislang keinerlei Zweifel an Wirksamkeit und Verträglichkeit aufkommen hätten lassen – sehe Aktienservice Research das Unternehmen vor einer Neubewertung stehen, denn Soltara sei nach Einschätzung von Aktienservice Research ein potenzielles Blockbuster-Medikament. Mit Blockbuster würden Medikamente bezeichnet, die über eine Milliarde US-Dollar Umsatz im Jahr generieren würden. Zusätzlich eröffne die voraussichtlich demnächst anstehende Zulassung von Estorra, einem Schlafmittel, weitere Umsatzpotenziale.
Sepracor beschäftige derzeit 500 Mitarbeiter und verfolge ein im Biotechsektor mit Alleinstellungsmerkmalen behaftetes Geschäftsmodell. So greife das Unternehmen bereits am Markt befindliche Medikamente oder Wirkstoffe auf, verbessere die Effizienz des Wirkstoffes oder befreie das Medikament von Nebenwirkungen, um es in optimierter Form erneut auf den Markt zu bringen. Der Erfolg des Geschäftsmodells habe sich in 2000 mit einem knapp auf 85 Millionen US-Dollar vervierfachten Umsatz manifestiert.
In den ersten drei Monaten 2001 habe das Unternehmen den Umsatz im Vergleich zur bereits durch starkes Wachstum geprägten Vorjahresperiode um 120 Prozent auf 34 Millionen US-Dollar steigern können, während die Verluste im Berichtszeitraum um elf Prozent auf 48 Millionen US-Dollar eingegrenzt worden seien. Im zweiten Quartal 2001 habe sich der Verlust zwar auf 37 Millionen US-Dollar bzw. 48 Cents je Aktie (Vorjahr: EPS 43 Cents) erhöht, jedoch habe der Verlust deutlich unter den gemittelten Analystenschätzungen in Höhe von 89 Cents gelegen. Das Unternehmen habe somit einen Verlust präsentiert, der nahezu um 50 Prozent besser als erwartet ausgefallen sei. Gleichzeitig habe sich der Umsatz auf 44 Millionen US-Dollar (Vorjahr: 34 Millionen US-Dollar) erhöht.
Insgesamt sei das Biotechunternehmen aus fundamentaler Hinsicht zwar desaströs bewertet (hohe Verluste, Umsatzmultiple über 20), dennoch sehe Aktienservice Research in Anbetracht der kurz vor der Zulassung stehenden Medikamente mit zum Teil Blockbuster-Potenzial, sowie durch das Wachstum von Xopenenx, höhere Chancen als Risiken.
Auf Grund der dargelegten Risiken kommt ein Engagement nach Ansicht der Analysten von Aktienservice Research jedoch lediglich für den spekulativen Anleger mit geringer Kapitalgewichtung und unter der Maßgabe einer restriktiven Limittechnik in Betracht.
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