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Analysen - DAX 100
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19.09.2006
AMB Generali halten
Bankhaus Lampe
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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Katharina Eberle, Analystin vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von AMB Generali (ISIN DE0008400029/ WKN 840002) unverändert mit "halten" ein.
AMB Generali habe in den ersten sechs Monaten die Bruttobeiträge erwartungsgemäß um 3,8% auf 6,1 Mrd. EUR verbessert. Verantwortlich hierfür seien insbesondere das Lebensversicherungsgeschäft sowie das Teilsegment Krankenversicherung gewesen, dessen Volumenzuwachs aus Beitragsanpassungen und aus Neugeschäft resultiert habe. Das operative Ergebnis habe sich gegenüber der Vorjahresperiode um 1,9% auf 334 Mio. EUR erhöht und habe damit über der Markterwartung gelegen. Der Nettogewinn habe im ersten Halbjahr 2006 172 Mio. EUR betragen, nach 148 Mio. EUR im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Mit diesem Ergebnis habe der Konzern die Analystenerwartungen nahezu punktgenau getroffen.
Ein Schwerpunkt der Geschäftsaktivitäten habe im ersten Halbjahr auf der Stärkung der Markt- und Wettbewerbsposition gelegen. Wachstumsträger des Geschäfts sei nach wie vor die Personenversicherung gewesen. Hier habe der Konzern mit 189.000 Neuverträgen ein deutliches Plus (+125%) gegenüber dem Vorjahr erzielen können. Wachstumstreiber sei hier vor allem die zum Jahresanfang in Kraft getretene 3. Riester-Förderstufe und die Erhöhung des für die volle staatliche Förderung notwendigen Beitragsanteils am Bruttoeinkommen von 2% auf 3% gewesen.
Im Geschäftsfeld der betrieblichen Altersvorsorge sei zu Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eine sehr differenzierte Entwicklung des Neugeschäfts zu verzeichnen gewesen, die von der Veränderung der steuerlichen Rahmenbedingungen geprägt gewesen sei. Danach habe sich die Nachfrage deutlich auf die Direktversicherung verlagert, während sich bei der Pensionskasse ein entsprechender Rückgang ergebe.
Der Konzern habe sich mit dem aktuellen Geschäftsverlauf in der Krankenversicherung zufrieden gezeigt. Die Zahlen würden einen Zuwachs der Vollversicherten bei der Central Krankenversicherung und bei der Envivas Krankenversicherung zeigen.
Die Gruppe habe angesichts der erfreulichen Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2006 das Ziel für das Geschäftsjahr bekräftigt, einen Konzerngewinn von mehr als 340 Mio. EUR zu erreichen. Dabei sollten die Sparte Lebens- und Krankenversicherung stärker als der Markt wachsen und gleichzeitig der Bereich der Schaden- und Unfallversicherung nach den Restrukturierungsmaßnahmen wieder zu einer marktkonformen Prämienentwicklung zurückkehren. Im ersten Halbjahr habe der Konzern in den beiden wichtigsten Geschäftsbereichen Leben/Kranken sowie Schaden/Unfall jeweils über dem für 2006 erwarteten Branchendurchschnitt gelegen. Man werte dies als Indiz dafür, dass die Gruppe in diesem Jahr ihren Marktanteil weiter ausbauen werde.
Im Bereich Schaden/Unfall sei das Geschäft unverändert durch einen hohen Preiswettbewerb gekennzeichnet. Dennoch sollte es dem Konzern dank der umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen gelingen, die Profitabilität zu steigern. Mit 95,7% habe die Combined-Ratio der Schaden/Unfall-Versicherung 1,7 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert gelegen. Langfristig solle diese Kenngröße unter der Marke von 98% bleiben.
Inwiefern sich eine abschließende Einigung der Regierungsparteien zur Gesundheitsreform auswirke, bleibe abzuwarten. Im Zuge des freiwilligen Übernahmeangebots der Assicurazioni Generali S.p.A. durch die Tochtergesellschaft AMB Generali Holding AG seien bis zum Ablauf der Angebotsfrist 14,17% des Grundkapitals angedient worden. Damit halte Generali nunmehr insgesamt 85,05% des Aktienkapitals der AMB Generali. Trotz des geringen Free Float sei gegenwärtig von einem Verbleib im MDAX auszugehen. Insgesamt schaffe diese Konstellation natürlich Übernahmefantasie.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe bewerten die Aktie von AMB Generali weiterhin mit "halten". Das Kursziel sei von 92,00 EUR auf 110,00 EUR angehoben worden. (19.09.2006/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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