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Analysen - DAX 100
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19.09.2006
DEUTZ halten
Bankhaus Lampe
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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Roland Könen, Analyst vom Bankhaus Lampe, bewertet die Aktie von DEUTZ (ISIN DE0006305006/ WKN 630500) in seiner Ersteinschätzung mit "halten".
Die Halbjahreszahlen 2006 (Umsatz: +3,4% auf 645 Mio. EUR; EBIT: 34 Mio. EUR nach 90 Mio. EUR) seien teilweise noch von dem im Vorjahr verkauften Marine-Service-Geschäft beeinflusst. Bereinigt um den Umsatzanteil dieser Einheit sei der Umsatz um 7% gestiegen. Das EBIT vor Einmaleffekten habe sich zeitgleich um beachtliche 50% verbessert, so dass die operative Marge deutlich von 3,6% auf 5,3% habe erhöht werden können. Zu der erfreulichen Umsatzsteigerung hätten vor allem die Kompakt- sowie Gasmotoren beigetragen, wohingegen die Erlöse mit Dieselmotoren aus dem Segment Power Systems planmäßig rückläufig gewesen seien. Insgesamt habe DEUTZ im 1. Halbjahr 2006 108.932 Motoren (+13%) verkauft.
Der Auftragseingang habe sich in den ersten sechs Monaten 2006 um 16% auf 818 Mio. EUR erhöht und sollte nach Erachten der Analysten eine gute Ausgangsbasis für das avisierte Wachstum in den kommenden Perioden darstellen. Auf vergleichbarer Basis habe der Ordereingang sogar bei über 21% gelegen. Der Auftragsbestand habe sich dementsprechend um 41% auf 407 Mio. EUR verbessert.
Während im Segment Kompaktmotoren die positiven Effekte aus der höheren Fertigungsauslastung, verbunden mit den fortgesetzten Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung, die negativen Einflüsse aus den gestiegenen Materialkosten hätten übertreffen können, habe Power Systems insbesondere von den in 2005 durchgeführten Optimierungen der Organisations- und Kostenstruktur profitiert.
Unter der Maßgabe gleicher Rahmenbedingungen, insbesondere unveränderter Rohstoffpreise, rechne das DEUTZ-Management mit einer Fortsetzung der positiven Entwicklung des ersten Halbjahres. Insgesamt plane die Gesellschaft in 2006 mit einem bis zu zweistelligen prozentualen Umsatzanstieg. Nicht überraschend solle sich die EBIT-Rendite gegenüber dem Vorjahr spürbar verbessern. Den größten Ergebnisbeitrag werde dabei das Segment Kompaktmotoren leisten, wobei im Segment Power Systems der nachhaltige Turnaround ebenfalls zu einem weiter verbesserten operativen Ergebnis gegenüber 2005 beitragen solle.
Das Management prognostiziere dabei weiterhin, dass in der zweiten Jahreshälfte die ersten Effekte des zum Jahresbeginn gestarteten Effizienz- und Wachstumsprogramms (7 up) wirksam würden. Mit dieser Initiative wolle die Gesellschaft zudem die bislang erst für 2008 angestrebte EBIT-Marge von 7% bereits im kommenden Geschäftsjahr erzielen. Der Blick auf die Unternehmensentwicklung der vergangenen Jahre zeige einen beeindruckenden Turnaround, bei dem die Gesellschaft zuletzt sicherlich auch von der hohen Nachfrage der Abnehmerindustrie (Baumaschinenhersteller, Flurfördertechnik, Landtechnik) habe profitieren können.
In den kommenden Perioden werde DEUTZ von höheren Abrufen ihrer Großaktionäre Same und Volvo profitieren können, was nach Erachten der Analysten insgesamt zu Synergieeffekten in der Produktion führen sollte.
Angesichts der deutlichen Kurssteigerungen der letzten Monate und der damit verbundenen Höherbewertung sowie der weiter anzunehmenden Verwässerung des Gewinns je Aktie stufen die Analysten vom Bankhaus Lampe die DEUTZ-Aktie zunächst nur mit "halten" ein. Das Kursziel sehe man bei 8,50 EUR. (19.09.2006/ac/a/nw)
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