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Analysen - DAX 100
17.08.2001
Deutz neutral
Helaba Trust

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Die Analysten von Helaba Trust bewerten die Deutz-Aktie (WKN 630500) mit neutral gewichten.

Das traditionsreiche Kölner Unternehmen habe einen tiefgreifenden Restrukturierungsprozess angestoßen. Schwierige Marktbedingungen und Kostenprobleme machten diesen —Relaunchil erforderlich. Die Ergebniseffekte würden mit 14 Mio. Euro im laufenden Jahr, 35 Mio. Euro in 2002 und 60 Mio. Euro in 2003 beziffert. Langfristiges Ziel sei eine nachhaltige EBIT-Marge von 7% im Kerngeschäft Motoren (Umsatzanteil 2000: 90%). Mit dem Verkauf der defizitären Industrieanlagensparte (10%) an eine internationale Investorengruppe sei ein erster Meilenstein erreicht worden. Dem Closing per 24. August sollte im Gegensatz zur 1998er Ankündigung, als der Deal noch fehlgeschlagen sei, nichts im Wege stehen.

Die Halbjahreszahlen zeigten ein sehr gemischtes Bild. So habe der Umsatz im 2. Quartal bereinigt um die Beiträge der Industrieanlagen wie bereits im 1. Quartal um 5% gegenüber dem Vorjahr zugelegt. Die Ergebnisse häten mit einem EBIT von 13,7 (1. Quartal: -2,0) Mio. Euro und einem Quartalsüberschuss von 4,2 (-11,9) Mio. Euro sogar über den Erwartungen gelegen. Beim Auftragseingang seien mit nur noch 288,7 (332,5) Mio. Euro jedoch deutliche konjunkturelle Schleifspuren erkennbar. Deshalb werde der unveränderte Jahresausblick des Unternehmens (ausgeglichenes Ergebnis) unter den Vorbehalt eines wieder günstigeren Marktumfeldes gesetzt. Vor allem das Geschäft in USA und Türkei, zunehmend aber auch in Deutschland bereiteten derzeit Sorgen.

Realistischerweise sollte deshalb mit einem überschaubaren Verlust in 2001 gerechnet werden. Da eine Entspannung dieser Situation in den kommenden Monaten nicht zu erwarten sei, seien auch Überhangeffekte in das kommende Jahr einzukalkulieren. Trotz erfolgversprechender Kostensenkungsmaßnahmen, der Ausweitung der Kooperation mit Volvo auf dessen Partner RVI und Mack sowie aussichtsreicher Gespräche mit einem Partner für das Mittel-/Großmotorensegment dürften auch 2002 die Margen noch äußerst dünn bleiben. Ab 2003 könnte sich dies - bei etwas Unterstützung von der Nachfrageseite - ändern. Mit Blick auf die angemessenen Bewertungsrelationen raten die Experten von Helaba Trust deshalb, die neutrale Gewichtung vorerst beizubehalten.


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