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News - Nebenwerte
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28.08.1998
Schaltbau Quartalsbericht
Ad hoc
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Die Schaltbau AG (717030), München, verzeichnete im zweiten Quartal 1998 eine bessere Entwicklung als in den ersten drei Monaten. Der verhaltene Geschäftsverlauf zu Jahresbeginn, der bedingt war durch die aperiodische Abwicklung von Großprojekten, konnte von April bis Juni aufgeholt werden, so daß der Konzernumsatz per Ende Juni 1998 mit 374,4 Mio DM annähernd das Niveau des ersten Halbjahres 1997 (Vj. 377,5) erreichte. Rund ein Drittel des Geschäftsvolumens entfiel auf das Ausland. Die Ertragslage, die zu Jahresbeginn stark von der zurückhaltenden Umsatzentwicklung beeinträchtigt wurde, war im zweiten Quartal bereits deutlich positiv, das negative Ergebnis konnte jedoch noch nicht ausgeglichen werden. Per 30.6.1998 lag das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Schaltbau Konzern mit -3,3 Mio DM noch im negativen Bereich (Vj. +4,9). Nach Steuern und vor Anteilen Dritter ergab sich ein Fehlbetrag von -2,2 Mio DM (Vj. +2,3). Alle Gesellschaften der Schaltbau-Gruppe haben die 1997 konzipierte Wertsteigerungsoffensive im laufenden Geschäftsjahr fortgesetzt, die sich positiv auf die Ertragslage auswirken wird. Das Programm zielt auf eine stärkere Internationalisierung, die Erweiterung des Produktspektrums in Kerngeschäftsfeldern und die Steigerung der Produktivität ab. In diesem Zusammenhang sind auch die zum Stichtag 30.6.1998 auf 14,1 Mio DM erhöhten Investitionen (Vj. 5,0) zu sehen. Sie betrafen vor allem den Erwerb eines Geschäftsbereichs der Peicom Soundsystems GmbH, Teltow, durch die Schaltbau Tochtergesellschaft InfoSystems, die ihr Produktspektrum damit um Ansagensysteme für Bahnhöfe und Flughäfen erweitert hat. Darüber hinaus wurde in die Einführung und den Ausbau der SAP-Software investiert. Die Zahl der Mitarbeiter betrug im Schaltbau Konzern per Ende Juni 3.127 (Vj. 3.271), davon waren 215 Personen im Ausland beschäftigt. Der Personalaufwand reduzierte sich auf 126,8 Mio DM (Vj. 129,4). Obwohl die Bestellungen bedingt durch die zurückhaltende Auftragsvergabe der Systemhersteller und der Deutsche Bahn AG in den ersten sechs Monaten mit 347,8 Mio DM unter dem Wert der Vorjahresperiode blieben (Vj. 519,6), verfügte das Unternehmen zum Stichtag 30.6.98 mit 787,2 Mio DM nach wie vor über einen sehr hohen Auftragsbestand. Der Auslandsanteil bei den neuen Orders betrug rund 40%. Da verschiedene Großprojekte derzeit kurz vor der Vergabe stehen, ist im weiteren Jahresverlauf vor allem bei der Beteiligungsgesellschaft PFA vermehrt mit neuen Aufträgen zu rechnen. Der Aufwärtstrend im zweiten Quartal wird sich daher im weiteren Jahresverlauf fortsetzen.
Im Gesamtjahr 1998 wird ein Umsatz in Vorjahreshöhe (1997: 835,3) erwartet, wobei sich nach wie vor branchentypische Verschiebungen von Lieferterminen ergeben können. Das Unternehmen rechnet 1998 weiterhin mit einem deutlich positiven Ergebnis, das die Ausschüttung einer Dividende mindestens in Vorjahreshöhe (Vj.:4,- DM) ermöglicht. Ein wesentliches Ergebnisrisiko wurde durch den Verkauf eines nicht mehr profitablen Segments der französischen Tochtergesellschaft CNA bereits beseitigt.
Ansprechpartner:
Schaltbau AG, Herr Schreiter (Vorstand) Tel.: 089-93005 201
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