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Analysen - Neuer Markt
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17.08.2001
GFT "sell"
Merck Finck & Co.
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Analystin Krista Kepler von Merck Finck & Co. rät den Anlegern, die Aktie von GFT Technologies (WKN 580060) zu verkaufen.
GFT Technologies habe für das erste halbe Jahr im Jahresvergleich und im Quartalsvergleich schwache Einnahmen in Höhe von 20,4 Millionen Euro vorgewiesen. Die Analysten seien von 24,4 Millionen Euro ausgegangen. Die EBITDA-Marge sei für das erste halbe Jahr auf unter 4 Prozent gefallen. Für das zweite Quartal habe das Unternehmen sogar ein negatives EBITDA von 0,7 Millionen Euro ausweisen müssen. Gründe seien die hohen Materialkosten und die hohen Personalkosten. Sowohl Verbindlichkeiten als auch die Liquidität seien gewachsen. Verbindlichkeiten in Höhe von 25 Millionen Euro würden einer Liquidität in Höhe von 13 Millionen Euro gegenüber stehen.
Einer schwachen Nachfrage vom Markt würde ein hoher Preisdruck gegenüber stehen. Der IT-Etat sei auf dem Stand des Jahres 2000 geblieben. Der Ausbau von Kapazitäten und der Belegschaft wirke sich nun negativ aus. Die Kapazitätsauslastung habe mit 67 Prozent einen neuen Tiefstand erreicht. Hier wolle das Unternehmen wieder 70 Prozent im dritten und 73 Prozent im vierten Quartal erreichen.
Auf GFT würde Druck lasten, durch Akquisitionen in der Branche zu expandieren. GFT habe mit der Akquisition von Emagine der Deutschen Bank ein Juwel gefunden. Die IT-Beratungsfirma Emagine würde Einnahmen in Höhe von 60 Millionen Euro garantieren und konzentriere sich mit einer hohen technischen Ausrichtung auf den Servicebereich.
Die Analysten von Merck Finck & Co. gehen von Einnahmen in Höhe von 172 Millionen Euro für das Gesamtjahr 2001 aus. Die Schätzungen des Einnahmenwachstums der Gruppe erhöhen die Analysten um 22 Prozent auf 209,9 Millionen Euro für das Jahr 2002. Die Rentabilität und der Gewinn je Aktie würden sich in den nächsten Jahren verringern. Die EBITDA-Marge haben die Analysten für das Jahr 2001 auf 5,1% reduziert. Durch eine Reduzierung der Kosten und durch Synergien könne die EBITDA-Marge auf 9,4 Prozent für das Jahr 2002 steigen. Für das Jahr 2001 gehen die Analysten von einem Verlust je Aktie von 0,01 Euro und für 2002 von einem Gewinn je Aktie von 0,13 Euro aus.
Aufgrund der vielen Unsicherheiten und der vielen Risiken sehen sich die Analysten gezwungen, die Aktie von GFT Technologies auf "sell" abzustufen.
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