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News - Nebenwerte
09.09.1998
Berliner Freiverkehr Pressemitt.
Ad hoc

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Am Mittwoch, dem 9. September hatte der Insidervorwurf, über den der Spiegel am 22. Juni 1998 berichtete, ein Nachspiel. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt a.M. erschien in den Räumen der Berliner Freiverkehr (Aktien) AG (522130) und beschlagnahmte die Prior-Briefe, einen Taschenkalender, zwei Hängeregistraturen sowie diverse Visitenkarten. Diese Untersuchung hätte allerdings durch eine bessere Kommunikation in der Frankfurter Staatsanwaltschaft verhindert werden können. Der untersuchende Staatsanwalt reiste nach Berlin, obwohl die von ihm gesuchten Unterlagen auf dem Schreibtisch seines benachbarten Kollegen liegen. Der Geschäftsführer der Berliner Freiverkehr (Aktien) AG Holger Timm: "Wir wundern uns etwas über den unerwarteten Besuch aus Frankfurt, weil die gewünschten Unterlagen seit Wochen dort vorliegen. Natürlich unterstützen wir die Ermittlungen auch weiterhin nach Kräften, damit die Verdächtigungen so schnell wie möglich ausgeräumt werden."

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt im Zusammenhang des Verdachts auf Insiderhandel mit Sixt-Aktien. Es geht dabei um den Vorwurf des "Scalping". Hierunter versteht man ein Zusammenspiel von Börsenteilnehmern, bei dem die eine Seite durch gezielte Veröffentlichungen Aktienwerte beeinflußt, während die andere Seite durch Aktienkäufe bzw. -verkäufe eine Gewinnmitnahme erzielt.

Im Juni 1998 war durch unbekannte Dienststellen verdeckt mitgeteilt worden, daß die Börsenaufsicht eine Vorabuntersuchung angestellt hat, ob dieses "Scalping" wegen 1.000 Sixt-Aktien im Februar l998 zwischen Egbert Prior, dem Herausgeber der "Prior-Börse" und der Berliner Freiverkehr (Aktien) AG stattgefunden hat. Bereits im Vorfeld konnten alle Verdachtsmomente durch die Berliner Freiverkehr (Aktien) AG entkräftet werden.

Berliner Freiverkehr stellte Anzeige gegen Unbekannt

Wie oben bereits erwähnt, wurde schon im Juli 1998 wegen des obigen Sachverhalts durch die Berliner Freiverkehr (Aktien) AG ihrerseits umfassende Strafanzeige gegen Unbekannt wegen des Verdachts des Geheimnisverrats, der Kursmanipulation sowie der Verleumdung gestellt. Der Kollege des jetzt ermittelnden Staatsanwaltes führt ein Ermittlungsverfahren unter dem Aktenzeichen -94 Jas 23514.0/98- und wird in den kommenden Tagen mit den Vernehmungen beginnen. Holger Timm: "Wir sind davon überzeugt, daß die von uns angestrengten Ermittlungen bald zum Erfolg führen. Wir werden auch weiterhin unsere Anleger und Interessenten sowie die Öffentlichkeit umfassend informieren. Auch in Zukunft werden wir uns durch solche Angriffe nicht von unserem Weg abbringen lassen und den erfolgreichen Aufbau unseres Geschäftes vorantreiben."

Die Berliner Freiverkehr (Aktien) AG hat eine Pressemappe über den fraglichen Vorgang zusammengestellt. Interessierte können ein Exemplar davon anfordern.

Die Berliner Effektenbank AG und die Bankhaus Hermann Lampe KG sind von der Berliner Freiverkehr (Aktien) AG (522130) darüber informiert worden, daß die Staatsanwaltschaft bei verschiedenen Beschuldigten aus dem Umfeld der Prior Aktiengesellschaft, aber auch bei Dritten wie der Berliner Freiverkehr (Aktien) AG nach Beweismitteln gesucht hat. Im Falle der Berliner Freiverkehr (Aktien) AG geht es um den Vorwurf eines Insiderhandels in 1.000 Stück Sixt-Aktien. Hierüber war in der Öffentlichkeit im Monat Juni 1998 berichtet worden.

Die Berliner Freiverkehr (Aktien) AG ist der Auffassung, daß durch diese Umstände die vom 9. bis 11. September 1998 geplante Plazierung von Aktien hinsichtlich des erzielbaren Preises negativ beeinflußt werden könnte. Die Berliner Effektenbank AG und die Bankhaus Hermann Lampe KG haben einvernehmlich mit dem Emittenten die Verschiebung der Plazierung beschlossen. Die Banken werden die Plazierung demnächst durchführen. Die Notierungsaufnahme im amtlichen Handel wird unabhängig von der Verschiebung der Plazierung kurzfristig durchgeführt.


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