|
News - DAX 100
|
12.09.2006
HypoVereinsbank beschließt neue Organisationsstruktur und Strategie
aktiencheck.de
|
www.optionsscheinecheck.de
|
München (aktiencheck.de AG) - Vorstand und Aufsichtsrat der Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG (HypoVereinsbank) (ISIN DE0008022005/ WKN 802200), eine Tochter der italienischen UniCredito Italiano S.p.A. (ISIN IT0000064854/ WKN 850832), haben am Dienstag die Übertragung der Beteiligung der HypoVereinsbank an der Bank Austria Creditanstalt AG (BA-CA) (ISIN AT0000995006/ WKN 813030) beschlossen und der Reorganisation ihrer weiteren Aktivitäten in Mittel- und Osteuropa zugestimmt.
Nach der Entscheidung des Board of Directors der UniCredito vom 4. August, die Bank BPH von der BA-CA zu erwerben und die Bankbeteiligungen der UniCredito in Mittel- und Osteuropa (ohne Polen) an die BA-CA zu übertragen, hat das Gremium nun ebenfalls den genannten Transaktionen zugestimmt. Den Angaben zufolge fasste der Board of Directors von UniCredito heute mehrere Beschlüsse zur weiteren Stärkung der Position der Gruppe als führender europäischer Finanzdienstleister. Ziel ist dabei eine Vereinfachung der Konzernstruktur und der Corporate Governance des Konzerns mit klarerer Verantwortung und Ausrichtung der einzelnen Konzerneinheiten auf ihre jeweiligen Kernmärkte sowie weiter verbesserter Steuerung der Divisionen zur Erreichung ihrer Geschäftsziele.
Im Einzelnen verkauft die HypoVereinsbank ihre Beteiligung von 77,53 Prozent an der BA-CA an die UniCredito zu einem Preis von 109,81 Euro je Aktie, was einem Kaufpreis von insgesamt rund 12,5 Mrd. Euro in bar entspricht. Ferner trennt sich die HypoVereinsbank von ihrer 100-prozentigen Beteiligung an der HVB Ukraine für einen Kaufpreis von 83 Mio. Euro in bar zugunsten der UniCredito, die ihrerseits berechtigt ist, den zugrunde liegenden Anteilskaufvertrag entweder an die Bank Pekao oder an die UniCredit Bank Ltd., die ukrainische Tochtergesellschaft der Bank Pekao, abzutreten mit dem Ziel, diese ukrainischen Geschäftsaktivitäten in die Bank Pekao zu integrieren. Dann veräußert die HypoVereinsbank eine Beteiligung von bis zu 70,3 Prozent an der International Moscow Bank (IMB) an die BA-CA für einen Kaufpreis von bis zu 984 Mio. Euro in bar. Darin ist die Beteiligung von 23,4 Prozent an der IMB, die derzeit von der schwedischen Nordea AB (ISIN SE0000427361/ WKN 911244) an die HypoVereinsbank veräußert wird, enthalten. Die HypoVereinsbank verkauft ferner ihre 100-prozentige Beteiligung an der HVB Lettland an die BA-CA für einen Kaufpreis von 35 Mio. Euro in bar zuzüglich der im August 2006 von der HypoVereinsbank gezeichneten Kapitalerhöhung der HVB Lettland von rund 40 Mio. Euro. Die HVB Lettland wird außerdem Filialen in Estland und Litauen eröffnen. Die HypoVereinsbank verkauft die Aktiva und Passiva ihrer eigenen Filialen in diesen Ländern für einen Kaufpreis von 1 Mio. Euro bzw. 9 Mio. Euro für den zuzüglich der Differenz zwischen dem Buchwert der übertragenen Vermögenswerte und der übernommenen Verbindlichkeiten.
Alle Transaktionen im Zusammenhang mit der Übertragung der BA-CA und der Neuordnung der Beteiligungen der HypoVereinsbank in Zentral- und Osteuropa beruhen auf einer Bewertung von PricewaterhouseCooper als neutralem Gutachter. Insgesamt würden den Angaben zufolge der HypoVereinsbank dabei Veräußerungsgewinne in Höhe von nahezu 6,5 Mrd. Euro zufließen, davon 5,8 Mrd. Euro aus der Übertragung der BA-CA. Die finanziellen Mittel sollen zur deutlichen Stärkung der Kapitalausstattung der Bank genutzt werden. Damit soll ihr ermöglicht werden, sich durch organisches Wachstum bzw. über Akquisitionen im Rahmen des strategischen Wachstumsplans der Gruppe zu entwickeln sowie unter Umständen die Refinanzierung umzustrukturieren. Zudem soll die HypoVereinsbank als Kompetenzzentrum für Investmentbanking, die alle Investmentbankingaktivitäten der UniCredito-Gruppe mindestens für die nächsten sieben Jahre bündeln soll dienen.
Alle Transaktionen stehen dabei unter dem Vorbehalt der Zustimmung der für den 25. Oktober 2006 vorgesehenen außerordentlichen Hauptversammlung der HypoVereinsbank sowie der Genehmigung der zuständigen Aufsichtsbehörden.
Die Aktie der HypoVereinsbank gewinnt derzeit in Frankfurt 1,05 Prozent auf 33,75 Euro. (12.09.2006/ac/n/d)
|