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Analysen - Ausland
16.08.2001
RHI Underperformer
Erste Bank

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Die Analysten der Erste Bank stufen die Aktie von RHI (WKN 874182) von neutral auf Underperformer herunter.

Das turbulente Nordamerikageschäft schlage auf die Gewinne durch. Die Zahlen des ersten Halbjahres 2001 seien unter den Erwartungen der Analysten und unter den Vorjahreszahlen. Der Umsatz sei um 12 Prozent von 1.082,3 Millionen Euro auf 952,1 Millionen Euro gesunken. Das EBITDA sei von 97 Millionen Euro um 23,7 Prozent auf 78,4 Millionen Euro gesunken. Das EBIT habe einen 38,7-prozentigen Rückgang von 41,1 Millionen Euro auf 25,2 Millionen Euro verzeichnen müssen. Die Analysten nehmen ihre Erwartungen für den Gewinn je Aktie von 1,3 Euro auf 0,52 Euro für das Jahr 2001 und von 1,19 Euro auf 0,95 Euro für das Jahr 2002 zurück.

Das Nordamerikageschäft habe im ersten Halbjahr 2001 einen Verlust ausweisen müssen. Gründe seien die Schwächephase in der Stahlindustrie, geringe Kapazitätsauslastungen, ein starker Preisdruck und die Wertminderung durch ungewisse Umsätze.

In Europa, Asien und Südamerika bewegten sich der Umsatz und der Gewinn auf einem guten Niveau. Der konjunkturelle Abschwung habe auf die Umsatzzahlen in Europa geringe wirtschaftliche Auswirkungen. Ein Fallen der Nachfrage in der Stahlindustrie solle durch andere Bereiche komplett aufgefangen werden. Der Energiebereich habe für das erste Halbjahr einen Umsatzzuwachs in Höhe von 15 Prozent auf 80,3 Millionen Euro mit einem positiven EBIT verzeichnen können.

Aufgrund des nicht zufriedenstellenden Angebotes für eine fünfzigprozentige Beteiligung an der Wärmedämmungssparte, die einen Umsatz von 95,4 Millionen Euro und ein EBIT von drei Millionen Euro für das erste Halbjahr ausgewiesen habe, habe RHI die Verhandlungen unterbrochen. RHI sei interessiert, diese Sparte zur Verfügung zu stellen. Zur Zeit würde RHI noch die Mehrheit an dieser Sparte halten, wolle sie aber bis zum Ende des Jahres veräußern.

Besonders die zu verzinsenden Schulden würden das Ergebnis von RHI belasten. Die Analysten der Ersten Bank gehen davon aus, dass RHI diese signifikanten Schulden nicht in den nächsten Monaten abbauen könne.

Die Analysten haben aus diesen Gründen die Aktie von RHI von neutral auf Underperformer herabgestuft.



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