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Analysen - Ausland
04.09.2006
Electronic Arts Aktienempfehlung
Bank Hofmann

www.optionsscheinecheck.de

Zürich (aktiencheck.de AG) - Félix Csajka, Analyst der Bank Hofmann, empfiehlt die Aktie von Electronic Arts (ISIN US2855121099/ WKN 887362).

Electronic Arts (EA) sei der größte amerikanische Produzent von Videospielen mit populären Titeln wie "The Sims", "Need for Speed", "Medal of Honor" und Sporttiteln wie "FIFA World Cup 2006" oder das dieser Tage erschienene "Madden NFL 2007". Die Firma entwickle Spiele für den PC, für Spielkonsolen wie Sonys Playstation oder Microsofts xBox und zunehmend auch für das Internet und Mobiltelefone. Electronic Arts sei 1982 mit Hauptsitz im kalifornischen Redwood City gegründet worden, sei sieben Jahre später an die Börse gegangen und beschäftige heute 7.200 Mitarbeiter. Im am 31. März 2006 abgeschlossenen Fiskaljahr habe sie einen Umsatz von 2,9 Mrd. USD und einen Reingewinn von 236 Mio. USD erzielt.

Computerspiele würden sich nicht nur in Schwellenländern wie etwa China rasant verbreiten, sondern auch bei untervertretenen Bevölkerungsgruppen wie Frauen und älteren Erwachsenen zunehmend Anklang finden. Die Gründe für diese Entwicklung würden in intelligenteren Spielen, der zunehmenden grafischen Raffinesse und auch in Kooperationen mit der Sport-, Film- und Kunstwelt liegen. EA entwickle Spiele in Zusammenarbeit mit dem Filmproduzenten Steven Spielberg und habe Franchisen für bekannte Hollywood-Titel wie Harry Potter oder Herr der Ringe.

Obwohl mehr als 80% der Firmenumsätze aus Spielen für PC oder Spielkonsolen stammen würden, habe sich EA mit einer Reihe von Akquisitionen für die Wachstumsmärkte der Unterhaltungsindustrie positioniert: Der Kauf von JAMDAT Mobile gebe Electronic Arts ein Standbein bei mobilen Spielkonsolen, während eine Zusammenarbeit mit Qualcomm den Bereich der Mobiltelefon-Spiele abdecke. EA’s Online-Spielportal Pogo.com habe etwa 500.000 registrierte Kunden. Die jüngste Akquisition sei Phenomic, ein deutscher Entwickler von Strategiespielen.

Die Lancierung der Spielkonsole xBox 360 in der letzten Weihnachtssaison und der Playstation 3 im kommenden November treibe den Kauf von Computerspielen an und begünstige EA als Marktführer (mit entsprechenden Skaleneffekten) und "first Mover" der Branche. Die Firma habe am 2. August Quartalszahlen bekannt gegeben: Der Umsatz sei 13% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, während der Verlust wegen direkt abgeschriebenen Software-Entwicklungskosten bei 12 Cents pro Aktie gelegen habe, deutlich oberhalb der Konsensuserwartung von minus 24 Cents. Für das laufende Fiskaljahr werde ein Umsatz von 3 Mrd. USD und ein Gewinn von 60 Cents pro Aktie erwartet.

Die Analysten würden für das Folgejahr eine Gewinnverdopplung für realistisch halten, angetrieben durch den zyklischen Aufschwung der Gaming-Branche. Nach der Durststrecke würden sie einen im Vergleich zu früheren Zyklen längeren Aufschwung mit einem Höhepunkt im zweiten Halbjahr 2008 erwarten.

Die Analysten der Bank Hofmann empfehlen die Aktie von Electronic Arts. (04.09.2006/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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