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News - Nebenwerte
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13.08.2001
Grammer Pkw-Zuliefergeschäft
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Die Grammer AG (WKN 589540) erzielte einer aktuellen Pressemitteilung zufolge im ersten Halbjahr 2001 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum ein Umsatzplus um 15 % auf 377,3 Mio. € (Vj. 327,8) und einen überproportionalen Ergebnisanstieg. Das Kon-zern-EBIT des weltweit aktiven Herstellers von Sit-zen, Sitzsystemen und Pkw-Ausstattungsteilen erhöh-te sich per Ende Juni auf 30,6 Mio. € (Vj. 17,0), das entspricht einer EBIT-Rendite von 8 %. Auch der Periodenüberschuss lag mit 19,5 Mio. € deutlich ü-ber dem Vergleichswert von 6,8 Mio. €. Damit nahm das Ergebnis je Aktie nach DVFA/SG auf 1,86 € (Ba-sis: 10,5 Mio. Aktien nach der Kapitalerhöhung) zu (Vj. 0,97 €; Basis: 7,0 Mio. Aktien).
Gewachsen ist die Grammer-Gruppe im ersten Halbjahr 2001 vor allem im Bereich Pkw-Ausstattungen. Hier stieg der Umsatz um 22 % auf 250 Mio. € (Vj. 204,9), das entspricht einem Anteil am Konzernvolu-men von gut zwei Dritteln. Bemerkbar machten sich insbesondere hohe Abrufzahlen der Hersteller BMW und Audi, die Grammer mit Kopfstützen und Sitzkom-ponenten bzw. Kindersitzen ausstattet. Das Be-reichs-EBIT konnte durch den Umsatzzuwachs und die konsequente Umsetzung des Restrukturierungspro-gramms auf 28,0 Mio. € gesteigert werden (Vj. 8,3).
Dagegen waren die beiden Bereiche Fahrersitze und Passagiersitze durch einen weltweiten Konjunktur-einbruch beeinträchtigt. Die Finanzkrise in der Türkei und die Energiekrise in Brasilien führten zu kurzzeitigen Werksschließungen bei Grammer-Kunden. Der Fahrersitzbereich, der zusätzlich die ange-spannte Situation in der Landwirtschaft sowie die Talfahrt in der Bauindustrie zu verkraften hatte, konnte den Umsatz durch das starke Geschäft im eu-ropäischen Lkw-Markt überkompensieren und einen Zu-wachs von 12 % auf 99,5 Mio. €.
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