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Analysen - Neuer Markt
19.06.2001
NSE Software Underperformer
Sal. Oppenheim

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Die Anlageexperten von Sal. Oppenheim stufen die Aktie von NSE Software (WKN 679000) als Underperformer ein.

NSE hat schlechte Zahlen für Q1 2001 vorgelegt. Die Barliquidität habe sich demzufolge von 23,12 Millionen Euro Ende 2000 auf 14,55 Millionen Euro zum 31.03.01 reduziert. Trotz des laufenden Sparprogramms werde es NSE nicht gelingen, im kommenden Jahr profitabel zu arbeiten. Das Insolvenzrisiko sei äußerst hoch

NSE habe äußerst schwache Zahlen für Q1 2001 vorgelegt. Gegenüber dem Vorjahr sei der Umsatz um 21% auf 6,3 Millionen Euro zurückgegangen, und das EBIT sei mit minus 6,9 Millionen Euro noch tiefer in die Verlustzone gerutscht. Diese Ergebnisse seien auf kostenträchtige Defizite in der Entwicklung der neuen Komplettlösung FINAS-Enterprise zurückzuführen: die hohen Vorlaufkosten hätten nicht zu den entsprechenden Erlösen geführt, und Großaufträge in Millionenhöhe (für GEMA und BHW Holding) seien aufgelöst worden. Die Barliquidität sei daher drastisch gesunken.

Die oben geschilderten Probleme sowie ständige Wechsel im Vorstand hätten nicht nur finanzielle Konsequenzen, sondern auch negative Image-Effekte gehabt. NSE fokussiere sich nun auf den herkömmlichen Front-Office-Bereich und habe ein Sanierungsprogramm eingeleitet. Das Sanierungskonzept basiere auf einem Strategiewechsel – von einer Produktfirma zum Lösungsanbieter – und sehe den Turnaround im 4. Quartal 2001 vor.

Unserer Meinung nach werde es NSE nicht gelingen, seine Probleme zu beheben und in 2001 wieder profitabel zu arbeiten. Das Insolvenzrisiko sei äußerst hoch.

Daher bleiben die Analysten von Sal. Oppenheim bei der Underperformer-Einschätzung.



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