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Analysen - Nebenwerte
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07.08.2006
ADVA bieten sich wieder Käufe an
TradeCentre.de
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www.optionsscheinecheck.de
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Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Nach Ansicht der Experten von "TradeCentre.de" bieten sich wieder Käufe der Aktie von ADVA (ISIN DE0005103006/ WKN 510300) an.
Das erste Halbjahr sei für den Netzwerkspezialisten sehr erfreulich verlaufen. Diesen Eindruck vermittle den Experten CFO Andreas G. Rutsch im Hintergrundgespräch. "Wir profitieren weiterhin stark von "Triple Play"-Anwendungen und der Infrastrukturinvestitionen der Serviceprovider, die immer mehr DSL-Anschlüsse verlegen", sage Rutsch. Für das zweite Quartal habe das Unternehmen einen Umsatz von 39 bis 44 Millionen Euro bei einer Pro-forma-Betriebsmarge von acht bis zwölf Prozent in Aussicht gestellt. "Unsere Ziele für das zweite Quartal haben wir erreicht", ergänze der diplomierte Volkswirt.
Bereits nach der Veröffentlichung der Zahlen für das erste Quartal habe das Unternehmen die Prognose für das Gesamtjahr nach oben gesetzt. Das Unternehmen rechne in diesem Jahr mit einem Umsatzplus von 24 bis 32 Prozent. Das entspreche einer Range von 163 bis 173 Millionen Euro. Die Pro-forma-Betriebsmarge beziffere Rutsch auf zehn bis 13 Prozent. Die bereinigte EBIT-Marge solle sich auf sieben bis zehn Prozent belaufen. Der Finanzvorstand bekräftige die Prognose.
ADVA müsse allerdings die Planzahlen nach Ablauf der ersten sechs Monate zumindest auf der Umsatzseite erneut nach oben schrauben. Vor kurzem habe der Vorstand die in den Staaten ansässige Movaz Networks gekauft. Das Unternehmen habe in 2005 einen Umsatz von 45 Millionen Euro und einen einstelligen Millionenverlust erzielt. In diesem Jahr rechne Rutsch mit einem Umsatzwachstum bei der Gesellschaft um mindestens zehn Prozentpunkte. Die Münchener würden Movaz ab dem 1. Juli konsolidieren. Dieser entsprechende Umsatz müsse der Vorstand entsprechend zu der Umsatzplanung addieren und somit die Prognose erhöhen. ADVA dürfte daher in 2006 der Umsatzmarke von 200 Millionen Euro recht nahe kommen.
Da Movaz in diesem Jahr noch keinen positiven Beitrag zum Gewinn leisten werde, könnten die Experten sich vorstellen, dass die Betriebsmarge geringfügig nach unten angepasst werde. In absoluten Zahlen würden die Experten aber keinen negativen Effekt aufgrund der Übernahme erwarten. "Mittelfristig wollen wir die Margen von Movaz auf unser Konzernniveau heben". Für das Unternehmen habe der Konzern knapp fünf Millionen Euro bezahlt und mehr als 6,5 Millionen neue Aktien ausgegeben. Die Transaktion habe somit rund 50 Millionen Euro gekostet, auf Basis des aktuellen Kurses von ADVA. Laut Rutsch habe Movaz allerdings auch noch über Barmittel von knapp zehn Millionen Euro verfügt. Der Kaufpreis sei demnach fair und keinesfalls zu zuviel.
Für die Zukunft stelle der CFO jährliche Wachstumsraten von über 20 Prozent in Aussicht. Die Pro-forma-EBIT-Marge solle sich im Konzern mittel- bis langfristig auf bis zu 15 Prozent verbessern. Die Ausgaben der Telekomkonzerne wie British Telecom, Telecom Italia oder der Deutschen Telekom in die Netzwerkinfrastruktur würden in die Milliarden gehen und befänden sich derzeit in der Ausschreibung. "Diese Umsätze werden unser Wachstum stark treiben. Allerdings sind in diesem Geschäft die Margen nicht so hoch, wie in unseren anderen Produktbereichen", erkläre Rutsch.
Das mittelfristige Ziel einer EBIT-Marge von 15 Prozent könnte daher etwas zu hoch gegriffen sein. Erfreut zeige sich Rutsch über die Ankündigung des Joint Ventures von Nokia und Siemens in der Netzwerksparte künftig zusammenzuarbeiten. "Das Vorhaben ist aufgrund unserer guten Partnerschaft mit Siemens positiv für uns. Nokia hat kein eigenes Netzwerkinfrastrukturnetz".
Mit einem KGV von 14 für das Jahr 2007 sei die Aktie alles andere als teuer.
Nach der starken Kurskorrektur der Aktie von ADVA bieten sich wieder Käufe an, so die Experten von "TradeCentre.de". (07.08.2006/ac/a/nw)
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